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January 2022

Zehn Jahre psychosomatisches Qualitätsmanagement Lernen Sie mit Ihren Patienten!

Journal/Book: MMW-Fortschr. Med. - Nr. 6/ 2000; S. 49/ 105; (142 Jg.). 2000;

Abstract: Priv.-Doz. Dr. phil. Dipl.-Psych. Ursula Brucks Zentrum für Innere Medizin Abteilung Psychosomatik Klinikum der Philipps-Universität Marburg Die Verbesserung der psychosomatischen Grundversorgung ist das Ziel von Fortbildung und Qualitätszirkeln. Ein erstaunliches Resultat dieser retrospektiven Auswertung eines Curriculums ist dass aber auch die beteiligten Ärzte persönlich profitieren. Die gegenwärtige Krise im Gesundheitswesen kann auch als Herausforderung angenommen werden längst überfällige Veränderungen durchzuführen. Ein Beispiel einer schrittweisen Verbesserung von Patientenversorgung und Reflexion des eigenen ärztlichen Handelns ist das Curriculum zur psychosomatischen Grundversorgung in Hessen das seit 1989 stattfindet. Seit 1991 wird die Fortbildung regelmäßig evaluiert und zwar durch eine formative (= Prozess begleitende) Evaluation. Die ersten größeren Veränderungen wurden 1993/94 in das Curriculum eingeführt. Sie zielten darauf zu einer fallbezogenen Dokumentation zu gelangen. Nach einer Erprobungsphase mit dem SOAP-Schema verwendeten wir im Folgecurriculum eine eigene Entwicklung - die epikritische Fallbetrachtung. Die zweite wichtige Neuerung war das Gespräch mit dem Patienten im Plenum der Fortbildungsveranstaltung (1995/96). Die epikritische Fallbetrachtung (1997/98 eingeführt) ermöglicht einen längeren Behandlungsverlauf zusammenfassend auszuwerten. Die schriftliche Dokumentation fasst einerseits das in der Karteikarte oft verstreut enthaltene Wissen des Arztes zusammen und macht auch Lücken deutlich. Andererseits ist sie die Voraussetzung für die Überprüfung ob durch die Besprechung im Qualitätszirkel die Qualität der Arzt-Patient-Beziehung und der Behandlungserfolg verbessert werden konnten. Auf starkes Interesse stieß die Diskussion der eigenen beruflichen Belastungen angeregt durch die Untersuchung von Rout u. Rout [9] in England. Es förderte die Selbstreflexion und zeigte Übereinstimmungen zwischen dem eigenen Alltagsverhalten und dem der Patienten. Diese Erfahrung motivierte 1994 zur Gründung von Qualitätszirkeln die regional zusammenarbeiten um das Praxismanagement unter dem Gesichtspunkt der Qualitätssicherung zu entwickeln und zugleich die eigene Arbeitssituation zu verbessern. In den Qualitätszirkeln dient die epikritische Fallbetrachtung als Leitfaden um die Fallbesprechungen in der Gruppe zu strukturieren. (Dieser Leitfaden kann bei den Verfassern angefordert werden.) Schlussfolgerungen Die Entwicklung des Curriculums hat die ursprüngliche didaktische Idee eines Lernens mit Kopf Herz und Hand zunehmend realisiert. ab


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