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October 2022

Stellenwert der Ganganalyse in der Physikalischen Medizin

Abstract: Klinik für Physikalische Medizin der Ludwig-Maximilians-Universität München München EINLEITUNG Die apparative Ganganalyse soll die rein klinische visuell-palpatorische ergänzen um vorhandene Gangstörungen sowie deren Veränderungen im Therapieverlauf zu erfassen und zu dokumentieren. In der klinischen Forschung können zusätzlich apparativ gewonnene Informationen helfen Störungen der Fortbewegung und die damit verbundenen Belastungen besser zu verstehen und die klinische Bedeutung von bisher Unbeobachtbarem oder Unbeachtetem zu erkennen. Jede Art von Ganganalyse verfolgt in der Physikalischen Medizin und damit auf der Ebene funktioneller Therapien folgende Ziele: 1. Exakte Beschreibung und Erfassung begrenzter der Therapie zugänglicher Abschnitte des normalen Doppelschrittes um Abweichungen zu quantifizieren und klare Therapieziele zu formulieren. 2. Analyse jeder Art beobachtbaren Hinkens um eine zielorientierte funktionelle Therapie planen und durchführen zu können. 3. Herausarbeitung von immer wiederkehrenden charakteristischen Abweichungen von der Norm (sog. pathologische Gangmechanismen) um sie mit einer übermäßigen Be- oder Entlastung bestimmter Muskeln Gelenke oder Wirbelsäulenabschnitte korrelieren zu können. Die visuell-palpatorische Ganganalyse nimmt bisher in der Befunderhebung lediglich einen punktuellen nicht besonders hoch eingestuften Stellenwert ein. Ihre Grenzen sind schnell erreicht und lassen sich auf folgende Eigenschaften des Ganges einerseits und des befunderhebenden Beobachters andererseits zurückführen: 1. Die jeder sukzessive wiederholten willkürmotorischen Leistung inhärente Streubreite die alle Schrittparameter unsystematisch variieren läßt. 2. Die außerordentlich rasche Abfolge einer Vielzahl gleichzeitiger Bewegungskomponenten. 3. Die ausgeprägte Tendenz bzw. Fähigkeit des Sehens komplexe Bewegungsvorgänge als gestaltliche Einheit zu erfassen die nicht auf der Synthese analysierter Details beruht. Es bedarf einer bewußten Einengung der Aufmerksamkeit auf eine einzelne Bewegungskomponente so daß die zeitgleiche Erfassung paralleler Komponenten fast unmöglich wird. In der Physikalischen Medizin geht man von der naheliegenden Hypothese aus daß der menschliche Gang die funktionellste Lösung einer Vielzahl zunächst biomechanischer Lokomotionsprobleme darstellt. Für jedes dieser Probleme mag es eine oder mehrere "normale" Lösungen geben sog. "physiologische Gangmechanismen". . . .


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