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October 2021

Candida albicans - meist Symptom selten Infektion

Journal/Book: Ärztezeitschr. f. Naturheilverfahren 40 4 (1999) S. 238. 1999;

Abstract: Peter Vill Facharzt für Allgemeinmedizin Naturheilverfahren Chirotherapie in Erlangen und Präsident des BFD Grundsätzlich möchte ich festhalten daß eine Stuhluntersuchung bei nahezu allen meinen Patienten routinemäßig durchgeführt wird um den Stellenwert des Darms und seiner Funktion für den einzelnen Patienten einschätzen zu können. Dabei ist darauf zu achten daß der Befund einer Floraanalyse inklusive einer Pilzdiagnostik (quasi ein photografisches Abbild eines momentanen Zustandes) nur ein Bestandteil einer ganzheitlichen Diagnostik ist. Es können aber in Verbindung mit anderen Untersuchungen wie z.B. Entzündungsmarkern Verdauungsleistungen Blutungshinweisen und slgA im Stuhl hinreichende Aussagen über den Funktionszustand des Intestinums getätigt werden. Eine solche umfassende Untersuchung dient mir in Abstimmung mit der genauestens erhobenen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung als Grundlage für eine zielgerichtete Therapie die ich immer mit dem bioelektronischen Funktionstest (BFD) individuell und damit optimal einstelle. Während ich noch vor einigen Jahren bei positiven Stuhlbefunden am Anfang einer Darmbehandlung antimykotisch therapiert habe bin ich im Laufe der Jahre nach und nach davon abgekommen. Es hat sich gezeigt daß durch eine umfassende naturheilkundliche Behandlung nicht nur die geklagten Symptome sondern auch die Floraanalysen besser werden. Diese Erfahrung stützt die These daß die Candidabesiedlung des Darmes lediglich die Folge einer vorherigen Instabilität ist die es selbstverständlich primär aufzuheben gilt. Im Gefolge einer Sanierung wird dann automatisch auch die Candidose im Darm rückläufig bzw. sogar völlig verschwinden. Lediglich bei persistierenden hohen Keimzahlen und typischen Beschwerden verordne ich nach Test Art und Menge eines Antimykotikums. So gesehen begreife ich die Candidabesiedlung des Darms als Indikator für die Stabilität des individuellen Patientengleichgewichts und warne davor sie als eigenständige Erkrankung anzusehen und zu behandeln. Bei länger bestehender Candidabesiedlung des Darms und länger bestehender schwerer Ungleichgewichtssituation des Patienten kann es zu einer Permeabilitätsstörung der Darmwandmucosa kommen woraufhin Mykotoxine und Pilze diese Barriere durchbrechen können und systemisch auftreten. Dieses Krankheitsbild läßt sich nicht nur durch typische Symptome (Allergien verschiedenster Art Schwindelattacken Sehstörungen extreme Müdigkeitsattacken etc.) sondern auch meistens durch einen erhöhten Candida-IgG-Spiegel im Serum verifizieren. Ist es erst einmal so weit gekommen gestaltet sich eine Behandlung zugegebenermaßen deutlich schwieriger und langwieriger weil damit in der Regel eine unüberschaubare Anzahl von Unverträglichkeiten und Pseudoallergien im Nahrungsmittelsektor verbunden ist die zudem nicht fix bleiben sondern beinahe täglich ihr Zielobjekt wechseln. Hier hilft nur eine sehr geduldige einfühlsame und absolut individuell ausgerichtete Therapie mit Rotationsdiät. Dabei wird häufig auch der Einsatz systemisch wirksamer Antimykotika - zumindest passager - erforderlich. Nur in diesen seltenen Fällen handelt es sich um eine Infektion im eigentlichen Sinne bei allen anderen viel häufigeren Patienten jedoch betrachte ich die Candidabesiedlung des Darmes eher als Symptom! wt


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