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October 2021

Antikoagulation für Zuckerkranke Thrombose-ABC Folge 8: Diabetes mellitus

Journal/Book: MMW-Fortschr. Med. - Nr. 49 - 50/ 1999; S. 47/ 899; (141 Jg.). 1999;

Abstract: Dr. med. Peter Stiefelhagen Chefarzt der inneren Abteilung DRK-Krankenhaus Westerwald Hachenburg Der Diabetes mellitus ist ein thrombophiler Zustand sowohl für den arteriellen als auch für den venösen Gefäßbereich. Eine Thromboembolieprophylaxe in Risikosituationen ist also für Diabetiker besonders wichtig. Neben anderen gesundheitlichen Folgen geht der Diabetes mellitus auch mit einem erhöhten Thromboserisiko einher. Dies gilt sowohl für den arteriellen als auch für den venösen Gefäßbereich. Ursächlich sind eine Reihe von Faktoren beteiligt: die plasmatische Hyperkoagulabilität die Hypofibrinolyse die endotheliale Dysfunktion mit Abnahme der endothelialen Thromboseresistenz und die Hyperaktivität der Thrombozyten. Gesteigerte Thrombozytenaggregation Diabetes mellitus ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für Entstehung und Progression der Arteriosklerose. Diese wiederum kann der Ausgangspunkt von Myokardinfarkt oder ischämischem Hirninsult sein. Dabei kommt es zunächst zur Ruptur einer instabilen arteriosklerotischen Plaque mit der Folge einer verstärkten Thrombozytenaktivierung und -aggregation. Die thromboembolische Komplikationsrate bei Diabetikern ist erhöht weil die diabetische Stoffwechsellage zur verstärkten Aktivierung und somit zur Hyperaggregabilität der Blutplättchen führt. Daraus ergibt sich die zwingende Notwendigkeit für eine konsequente Thrombozytenaggregationshemmung mit Azetylsalizylsäure bzw. Clopidogrel spätestens dann wenn arteriosklerotische Gefäßveränderungen nachweisbar sind. Nicht nur arterielle Thrombozytengerinnsel sondern auch venöse Thrombosen vor allem im Bereich der Bein- und Beckenvenen treten bei Diabetikern häufiger auf. Dabei besteht eine enge Korrelation zwischen der Qualität der Diabeteseinstellung und der thrombogenen Disposition d h. je schlechter der Diabetes eingestellt ist um so größer ist das Thromboserisiko. Eine Rolle spielen dürfte dabei die bei Diabetikern nachgewiesene erhöhte Aktivität der prothrombogenen Faktoren bei gleichzeitiger Abnahme der fibrinolytischen Aktivität. Höheres Risiko für Beinvenenthrombosen Besonders gefährdet durch eine Beinvenenthrombose sind Patienten mit einer diabetischen Mikroangiopathie bzw. Gangrän insbesondere wenn sich eine Infektion ausbildet. Diese führt nämlich zu einer Übersäuerung des Gewebes und zur Bildung von freien Radikalen die wiederum die Gerinnung fördern. Auch bei Patienten mit diabetischer Polyneuropathie besteht ein hohes Thromboserisiko denn die Pumpfunktion der Wade ist von der Bewegung des Fußgewölbes beim Gehen abhängig. Bei Neuropathiepatienten ist diese Funktion nicht mehr hinreichend gewährleistet. ... ab


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