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October 2021

Hund und Katz als Infektionsquelle Hochkontagiöse Pilze breiten sich aus!

Journal/Book: MMW-Fortschr. Med. - Nr. 47/ 1999; S. 46/ 848 - 49/ 851; (141 Jg.). 1999;

Abstract: Prof. Dr. med. Silvia Schauder Univ.-Hautklinik Göttingen Lange Zeit galten vom Tier übertragene Hautpilze als "Reiseandenken" speziell aus südlichen Ländern; doch inzwischen haben sich auch einheimische Erreger-Pools etabliert. Insbesondere Kinder die gerne mit Katze Hund und Meerschweinchen schmusen oder ein niedliches Kälbchen auf dem Bauernhof streicheln können sich anstecken. Die Infektion verlangt eine besonders intensive Behandlung. Epidemiologisch wird zwischen anthropophilen und zoophilen Dermatophyten unterschieden - also solchen die direkt oder indirekt vom Menschen übertragen werden und anderen (hochinfektiösen) deren Wirte in der Regel Säugetiere sind. Letztgenannte Pilze sind besonders aggressiv und rufen heftige Entzündungen hervor. Solche Mykosen treten bei uns in letzter Zeit vermehrt auf. Zoophile Dermatophyten zeichnen sich durch ein weitgehend spezialisiertes Wirtsspektrum aus wobei der Mensch eine eher zufällige Rolle spielt. Die hohe Virulenz dieser Erreger tritt immer dann offen zutage wenn ein bestimmter Mikroorganismus von seiner entwicklungsgeschichtlich angestammten Population (z.B. Katzen kleine Nager Rinder) auf eine entfernte Population übertritt. Da bei Kindern und Jugendlichen der Kontakt zu Tieren besonders intensiv ist kommen zoophile Pilzerkrankungen gehäuft in dieser Gruppe vor. Drei Erreger beherrschen das Infektionsgeschehen: Microsporum canis Trichophyton mentagrophytes variatio granulosum und Trichophyton verrucosum. In Gebieten mit intensiver Viehzucht wird bei Kindern nach Kontakt mit Kälbern und Rindern nicht selten eine Infektion durch T. verrucosum beobachtet. Epidemie durch streunende Katze Eine kleine Epidemie in Northeim demonstrierte jüngst die hohe Kontagiosität des Fadenpilzes Microsporum canis der von einer streunenden Katze übertragen wurde. Im Wood-Licht (langwelliges UV-Licht in dem bestimmte Keime charakteristisch leuchten) fluoreszieren myzetische Erreger wie M. canis hellgrün. Haarstümpfe und Schuppen von befallener Haut werden auf Nährböden gebracht. Schon nach fünf Tagen ist bei M. canis mit einem positiven kulturellen Ergebnis zu rechnen; bei T. mentagrophytes nach acht bis zehn Tagen. T. verrucosum wächst dagegen extrem langsam (Nachweis erst nach zwei bis drei Wochen möglich). Immer systemisch plus topisch behandeln! Da diese Pilzerkrankungen sehr ansteckend sind müssen sie sowohl bei Menschen als auch bei Haustieren gleichzeitig innerlich und äußerlich mit Antimykotika behandelt werden [5]. ... ab


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