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October 2021

E. M. Röttinger zu multimodalen Therapiekonzepten beim Bronchialkarzinom An der Schwelle zu einer besseren Prognose

Journal/Book: Münch. med. Wschr. 141 (1999) Nr. 13 S.157/23 - 24/158. 1999;

Abstract: Prof. Dr. med. E. M. Röttinger Radiologische Universitätsklinik und Poliklinik Abteilung Strahlentherapie Ulm. Bronchialkarzinome stehen mit ca. 35 000 Todesfällen pro Jahr in der Bundesrepublik Deutschland in ihrer Häufigkeit an der Spitze aller malignen Tumorerkrankungen. Präventive Maßnahmen könnten diese Zahl theoretisch auf ein Zehntel verringern haben jedoch bisher zu keinem entsprechenden Rückgang der Mortalität geführt. 25 % aller Bronchialkarzinome werden dem kleinzelligen Typ zugeordnet und primär mit einer Kombinationschemotherapie in frühen Stadien in kurativer Absicht auch mit einer ergänzenden lokalen Strahlentherapie behandelt. Der größere Anteil von 75 % mit anderen histologischen Zelltypen ist Gegenstand der nachfolgenden Arbeiten. Nur 20-25 % der Patienten mit einem "nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom" können mit einer vollständigen operativen Tumorresektion rechnen. In frühen Stadien lassen sich nach entsprechender Selektion durch lokale und lokoregionäre Resektionen eindrucksvolle Fünf-Jahres-Überlebensraten erzielen. Die Alternative einer primären Strahlentherapie wird in der Regel bei Patienten gewählt denen aus medizinischen Gründen ein operativer Eingriff nicht zumutbar erscheint. In nicht-randomisierten Gegenüberstellungen zeigen Überlebenskurven bis zu ca. zwei Jahren nach Behandlung eine Überlegenheit der lokalen Bestrahlung und danach bessere Überlebensraten für operierte Patienten. Vollständige operative Tumorresektion nur bei 20-25 % der Patienten. Unabhängig vom Stadium stellen die Tumoren der Lungenspitze bezüglich Therapie und Prognose eine besondere Gruppe dar. Aufgrund ihrer pleuralen Infiltration sowie ihrer Extension in neurale und ossäre Strukturen sind sie einer kompletten Resektion nur selten zugänglich. Hier hat zunächst die präoperative Strahlentherapie und später die definitive Therapie selbst bei fortgeschrittenen Karzinomen zu Fünf-Jahres-Kontrollraten von 45 % geführt [3]. Bei fortgeschritteneren jedoch klinisch noch nicht Metastasierten Bronchialkarzinomen werden durch die Kombination von Strahlen- und Chemotherapie teilweise bessere Ergebnisse erzielt. Es ist jedoch nicht immer auszuschließen dass die zusätzliche Chemotherapie lediglich eine Dosismodifikation der lokalen Strahlentherapie bewirkt und die Reduktion klinisch latenter Fernmetastasen wegen der unbefriedigenden lokalen Kontrolle ausgedehnter Tumoren nur zu einer Verlängerung einer Remission nicht jedoch zu einer signifikanten Anhebung der Überlebensrate bei äquivalenten Nebenwirkungen führt [1]. Eine Alternative zu der Kombination von Chemo- und Strahlentherapie ist die definitive hyperfraktionierte Strahlentherapie. ... SP


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