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October 2021

Früherkennung des kolorektalen Karzinoms Kennen Sie die Untersuchungsintervalle?

Journal/Book: MMW-Fortschr. Med. - Nr. 36/ 1999; S. 45/ 569 - 46/ 570; (141 Jg.). 1999;

Abstract: Dr. med. Pox Christian; Bochum Die Inzidenz des kolorektalen Karzinoms steigt dramatisch an. Jedem 20. Deutschen ist mittlerweile das Karzinom sicher das an zweiter Stelle der tumorbedingten Todesursachen steht. Doch es gibt gute Chancen das Rad zurückzudrehen. Denn 90% der Karzinome entwickeln sich aus gutartigen Polypen die Screening-Verfahren zugänglich sind. Regelmäßige Hämoccult-Tests und Darmspiegelungen reduzieren erwiesenermaßen die Sterblichkeit des Kolonkarzinoms. Im Jahr 1996 verstarben in der Bundesrepublik 30 373 Patienten an kolorektalen Karzinomen die somit die zweithäufigste tumorbedingte Todesursache darstellen. Im selben Jahr wurden über 50 000 Neuerkrankungen registriert. Das Lebenszeitrisiko an einem kolorektalen Karzinom zu erkranken beträgt hierzulande 4 bis 6% mit einem deutlichen Risikoanstieg ab dem 50. Lebensjahr. Da sich etwa 90% der Karzinome aus benignen adenomatösen Polypen entwickeln führt eine konsequente Polypektomie zu einer Risikoreduktion für die Entwicklung eines kolorektalen Karzinoms um bis zu 90% [1]. Man geht davon aus daß die Karzinomentstehung aus einem Polypen etwa zehn Jahre dauert. Die Prognose des kolorektalen Karzinoms basiert entscheidend auf dem Stadium bei der Diagnose. Die empfohlenen Früherkennungsmaßnahmen hängen wesentlich vom individuellen Risiko ab. Neben prädisponierenden Erkrankungen wie der Colitis ulcerosa kommt der Familienanamnese eine entscheidende Bedeutung zu. Die nachfolgenden Empfehlungen beruhen u. a. auf den Ergebnissen einer Konsensuskonferenz die zu Beginn dieses Jahres unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Verdauung und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) in Bochum stattgefunden hat. Patienten mit normalem Risiko Der Stuhltest auf okkultes Blut sollte zwischen dem 50. und 80. Lebensjahr jährlich mit drei Testbriefen d. h. sechs Feldern durchgeführt werden. Zur weiteren Steigerung der Spezifität sollte den Patienten ein Merkblatt mit Ernährungsempfehlungen während der Testdurchführung ausgehändigt werden. Jedes positive Testergebnis bedarf der weiteren Abklärung mittels Koloskopie. Die Sensitivität beträgt im Durchschnitt 65% bei Adenomen größenabhängig etwa 18%. Die Spezifität des Testes liegt bei 93-97% [2]. ... ab


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