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October 2021

Erfolgstrio bei Wundrose: Kompression Drainage Antibiose

Journal/Book: MMW-Fortschr. Med. - Nr. 41/ 1999; S. 48/ 688; (141 Jg.). 1999;

Abstract: Ein chronisch-rezidivierendes Erysipel tritt vor allem bei Patienten mit chronisch venöser Insuffizienz oder pAVK auf; auf Dauer entwickeln sich trophische Störungen und Lymphödeme. Letztere wiederum begünstigen die Entstehung eines neuen Rezidivs. Mit Depot-Penicillinen bekommt man die Infektion oft nur ungenügend in den Griff. Die Schwierigkeit der Erysipel-Therapie ist ausreichende Wirkspiegel vor Ort d. h. vor allem im Interzellularraum und den betroffenen Lymphgefäßen zu erreichen. Chronische Ödeme wie sie durch die bakteriell bedingten Entzündungen verstärkt werden erschweren dies zusätzlich. An der Bochumer Univ.-Klinik versuchte man das Problem durch hochdosierte intravenöse Antibiotikum-Gabe und Lymphdrainage zu überwinden. Den Therapieansatz prüfte man an 15 Patienten mit chronisch rezidivierendem Erysipel des Unterschenkels. Alle Teilnehmer hatten innerhalb der vergangenen zwei Jahre mindestens drei therapiebedürftige Erysipele bekommen. Sie erhielten eine zyklische intravenöse Antibiose (10 Mio I.E. Penicillin G/d für zehn Tage alle drei Monate) in Kombination mit täglicher intermittierender maschineller Lymphdrainage. Zusätzlich wurde eine Kompressionstherapie angewendet und natürlich die Eintrittspforte gesucht und ausgeschaltet. Bei 14 der 15 Behandelten - darunter sieben die während Jahren nie erscheinungsfrei waren - trat sowohl während der Therapiephase (ein Jahr) als auch im darauffolgenden Jahr kein Rezidiv auf. Non-Responder war eine multimorbide ältere Patientin mit chronischem Lymphödem und ausgedehnten Ulcera crura. An Entzündungsparametern und Antistreptolysin orientieren Im Vergleich mit gängigen Therapieformen scheint das beschriebene Schema gut abzuschneiden: So ist z. B. unter oraler Penicillin-G-Gabe (1 g täglich für 15 Monate) mit 10% Rezidiven während der Therapie zu rechnen. Von den Patienten die über die Dauer von einem halben Jahr alle drei Wochen Depot-Penicillin G i.m. erhalten erleidet nach einer Untersuchung jeder vierte nach dem Absetzen erneut ein Rezidiv womit die Rückfallrate sich nicht von derjenigen unbehandelter Patienten unterscheidet. Fazit: Wenn sich nach der Behandlung eines akuten Erysipels zwar der klinische Zustand bessert lokale Entzündungszeichen wie Erythem Ödem und Entzündungsparameter (C-reaktives Protein Blutsenkung) jedoch persistieren und ... ab


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