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January 2022

Lippen-Unterpolsterung - was schönheitsbewußten Patienten so blühen kann

Journal/Book: MMW-Fortschr. Med. - Nr. 41/ 1999; S. 48/ 688; (141 Jg.). 1999;

Abstract: Das Aufpolstern der Lippen hat gegenwärtig Konjunktur. Doch neben den meist guten Erfahrungen kann es mitunter zu sehr unangenehmen Gewebereaktionen kommen. Gute Resultate werden im Prinzip sowohl mit der Injektion von biologischem wie synthetischem Material erzielt. Die meisten biologischen Stoffe (z. B. Rinder-Kollagen) allerdings sind nach einigen Monaten resorbiert außerdem sind in Einzelfällen erhebliche unerwünschte Effekte und allergische Reaktionen auf diese Implantate aufgetreten. Flüssiges Silikon wiederum kann Granulome verursachen. Und bei Verwendung von autologem Fett ist wiederholtes Spritzen erforderlich um ein bleibendes ästhetisches Resultat zu gewähren. Vor diesem Hintergrund sind neue biokompatible nicht abbau- oder resorbierbare Materialien entwickelt worden die eine permanente Augmentation versprechen. Diese Produkte sind biologisch inert und lösen keine Allergien aus d. h. vor ihrer Einpflanzung ist keine entsprechende Testung erforderlich. Es handelt sich um: - polymerisierte Silikon-Partikel in einem Gelträger (Bioplastique) - Mikrosphären aus Polymethyl-Methacrylat in Rinder-Kollagen suspendiert (Artecoll) ein ausschließlich für subdermale Implantationen vorgesehenes Material sowie - ein Füllungsmaterial das unter allen bekannten in Frage kommenden Stoffen die höchste Reaktionsträgheit aufweist und seit zwei Dekaden insbesondere in der kardiologischen urologischen und gynäkologischen Chirurgie benutzt wird nämlich Polytetrafluoroäthylen (Gore-Tex). Im allgemeinen scheinen diese alloplastischen Materialien recht gut verträglich zu sein. Alle erfüllen im wesentlichen die Kriterien eines idealen prothetischen Materials für Weichteile. Dennoch so zeigen Fallbeispiele von der Univ.-Hautklinik Graz kann ihre Verwendung in der Haut und insbesondere in den Lippen sichtbare und schmerzhafte Gewebereaktionen provozieren. In zwei Fällen registrierten die Kollegen charakteristische Fremdkörperreaktionen - vermutlich durch Dislokation des Materials das an diesen Stellen ja ständiger Bewegung ausgesetzt ist. In einem weiteren Fall fand man - nach Implantation dünner Gore-Tex-Streifen - keine granulomatöse Reaktion jedoch eine persistierende Herpes-simplex-Infektion. (WPA) ab


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