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October 2021

Restless-Legs-Syndrom: gut zu therapieren aber oft verkannt Therapieversuch stellt die Diagnose klar

Journal/Book: Münch. med. Wschr. 141 (1999) Nr. 9 S. 14-16. 1999;

Abstract: Fachpressekonferenz "Neues aus der RLS-Forschung" Göttingen 7.11.1998 (Veranstalter: Fa. Destin Arzneimittel GmbH Hamburg) Das Syndrom der unruhigen Beine ist häufiger als Migräne. Dennoch steht den Betroffenen meist ein langer Leidensweg bevor ehe die richtige Diagnose gestellt wird. Einmal erkannt läßt sich die Erkrankung medikamentös wirksam behandeln. Die Symptome des Restless-Legs-Syndroms (RLS) sind ein Kribbeln und Jucken zumeist einseitig an den unteren Extremitäten und in schweren Fällen auch an den oberen Extremitäten. Sie treten ausschließlich in Ruhe mit zeitlichem Schwerpunkt zwei Stunden nach Mitternacht auf: Der Patient liegt hundemüde im Bett und sehnt sich nach Schlaf. Mit zunehmender Entspannung nimmt jedoch das allabendliche schmerzhafte Stechen in den Beinen wieder zu und an Schlaf ist nicht mehr zu denken. Getrieben von den Schmerzen steht er auf und beginnt seine nächtlichen Wanderungen denn in Bewegung sistieren die Schmerzen. Die Gruppe der Betroffenen ist groß. Etwa 5% der Bevölkerung im Alter über 30 Jahren leidet an den Symptomen des RLS. Den überwiegenden Anteil machen mit über 60% die Frauen aus. In der Bevölkerungsgruppe der über 65jährigen wird die Rate der Betroffenen sogar auf 10% geschätzt. Diese Angaben sind ungenau denn die häufig abgeschwächte Symptomatik im Alter und der damit verbundene geringere Leidensdruck führen automatisch dazu daß Betroffene die Probleme oft nicht wahrnehmen und dementsprechend auch nicht immer Hilfe beim Arzt suchen. Der lange Weg zur Diagnose. Das RLS ist trotz einer Prävalenz höher als beispielsweise die der Migräne nicht jedem bekannt. Oft wird erst nach langer Zeit die richtige Diagnose gestellt. Als Praxis-Hilfe wurden 1995 Diagnosekriterien von der "Restless-Legs-Syndrome Study Group" formuliert (siehe Kasten S. 16) (o. Kasten); mindestens vier dieser Kriterien müssen für die Diagnose eines RLS erfüllt sein erläuterte Claudia Trenkwalder München. Differential-diagnostisch abzugrenzen sind die "burning feet" bei Polyneuropathie die Radikulopathie die venös-arteriellen Erkrankungen der unteren Extremitäten sowie der urämische Pruritus. Zur Diagnostik gehören Laboruntersuchungen von Blutbild Kreatinin Harnstoff und Eisen. Zusätzlich werden ein EMG eine Neurographie und die Polysomnographie empfohlen. Mit L-Dopa oder Dopaminagonisten schnell Klarheit schaffen. Der einfachste Test auf dem Weg zur richtigen Diagnose ist die einmalige Gabe von dopaminergen Medikamenten so F. Tergau Göttingen. Dies ist unproblematisch und aussagekräftig: Bereits nach einmaliger Einnahme von L-Dopa oder Dopaminagonisten sollte es zur Besserung der Symptomatik kommen. Therapieversager leiden nicht am RLS so Tergau weiter. Die Abgrenzung des RLS zum kindlichen hyperkinetischen Syndrom ist schwierig; hier kann der Versuch mit der medikamentösen Therapie Klarheit bringen. ___MH


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