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December 2021

Antirheumatika t Co. Breite Palette für kranke Gelenke

Journal/Book: Münch. med. Wschr. 141 (1999) Nr. 3 S. 16. 1999;

Abstract: Deutscher Orthopädenkongreß Wiesbaden 15.-18.10.1998. Traurig aber wahr: Eine Arthrose läßt sich nicht bessern sie ist nicht einmal zu stoppen; trotzdem sind dem Arzt nicht die Hände gebunden. Er sollte vielmehr das erfreulich breite Spektrum der symptomatischen Maßnahmen nutzen. Die Aussage das eine oder andere Medikament wäre tatsächlich chondroprotektiv gehört nach Meinung von Wolfgang Pförringer München in den Bereich der Spekulation: Eine ursächliche pharmakologische Arthrosetherapie existiert bisher nicht. Hier könnte vielleicht die gentherapeutische Forschung weiterführen; bislang ist aber noch nicht viel in Sicht. Klassische Antirheumatika. Breitflächig eingesetzt werden die Steroide teils systemisch teils lokal durch intraartikuläre Injektion. Sowohl diese Wirkstoffe als auch die nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) haben alle das Problem daß sie wegen ihrer Nebenwirkungen z.B. auf den Gastrointestinaltrakt und das hämatopoetische System für die Dauertherapie sehr risikoreich sind. Pförringer: "Zu NSAR greife ich als Mittel in der Not in erster Linie wegen ihrer analgetischen in zweiter Linie wegen der antiphlogistischen Wirkung. Als Basis der Therapie kommen sie aber nicht in Frage." Das Streben nach spezifischer Wirkung. Gesucht wird ein selektiver Hemmer der Cyclooxigenase 2 (COX 2) der den Arthrose-Schmerz vertreibt aber die Cyclooxigenase 1 der Magen-Darm-Schleimhaut in Ruhe läßt. Die Industrie hat derzeit einige Substanzen in der Forschungs-Pipeline; der erste wirklich selektive COX-2-Hemmer könnte 1999 auf den Markt kommen. Hilfreiche Medikamente. Viel hält Pförringer von Glucosaminsulfat dessen Injektionsform 1988 auf Anweisung des damaligen Bundesgesundheitsamts vom Markt genommen wurde. "Nicht etwa wegen unerwünschter Nebenwirkungen" so Pförringer sondern wegen des nicht geklärten Wirkmechanismus. In oraler Form steht der Wirkstoff heute noch zur Verfügung. Hyaluronsäure wird intraartikulär gespritzt sie wirkt gewissermaßen als Gelenkschmiere und dämpft zudem entzündliche Veränderungen. Die ersten Präparate wurden noch aus Hahnenkämmen gewonnen inzwischen ist gentechnisch hergestellte Hyaluronsäure auf dem Markt bei der nach Pförringers Ansicht kaum noch die Gefahr einer allergischen Reaktion besteht. Nachteil aller Hyaluronsäurepräparate: Sie sind ziemlich teuer und strapazieren deswegen das Arzneimittelbudget. Ademetionin in Italien als Antidepressivum zugelassen wirkt zwar nicht am Gelenkknorpel dennoch zählt Pförringer es zu den wirksamen symptomatischen Medikamenten. Bei einer aktivierten Arthrose führt es zu einer erstaunlichen Befindlichkeitsverbesserung. Möglicherweise meint er wird die Schmerzschwelle so erhöht daß die Patienten ihre Gelenke mehr bewegen was sich positiv auswirkt. ... ___MH


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