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October 2021

Geht die Prävention nach hinten los? Anstieg der Krebserkrankungen nach KHK-Prävention

Journal/Book: MMW-Fortschr. Med. - Nr. 36/ 1999; S. 50/ 574; (141 Jg.). 1999;

Abstract: Prof. Dr. med. Laaser U.; Bielefeld Bisher sind unerwünschte Wirkungen von Programmen zur Gesundheitserziehung und -förderung sowie der medizinischen Früherkennung kaum in Betracht gezogen worden. Die Deutsche Herz-Kreislauf-Präventionsstudie (1984/ 5-1991/2) war der mit Abstand größte Versuch eines gemeindeorientierten Präventionsprogramms in Deutschland. Um so dramatischer ist der Befund daß die Gesamtsterblichkeit in den Interventionsgebieten im Vergleich zur Referenz der alten Bundesländer nicht etwa stärker gefallen ist als dort sondern in signifikant geringerem Ausmaß [1]! Die selbstberichtete Krebsmorbidität war relativ angestiegen. Wir halten es für wissenschaftsethisch notwendig daß sich Forscher auch mit der Möglichkeit unerwarteter Mißerfolge auseinandersetzen. Leider hilft der von Überla [4] zitierte "gesunde Menschenverstand" nicht weiter sondern nur eine analytische Betrachtung [3]. Eine Zunahme der Krebsmortalität - wie von Überla insinuiert - haben wir nicht unterstellt. Leider haben wir keine Möglichkeit vergleichend die Entwicklung der Krebsmortalität zu überprüfen. Wie wahrscheinlich ist aber ein Anstieg der Krebsprävalenz? Angaben von Patienten dürfen nicht ignoriert werden. Zwanglos läßt sich der Anstieg nicht erklären somit müßten auch die Angaben zur kardiovaskulären Morbidität zumindest relativ zunehmen. Das Gegenteil ist der Fall! Überla argumentiert gegen die Prozentuierung von Differenzen und die Zusammenfassung mehrerer Antwortkategorien. Dabei wird übergangen daß die Ausgangsprävalenzen sowohl in der entsprechenden Tabelle wie im Abstrakt genannt werden und daß die separaten Antwortkategorien auf die Frage "Haben oder hatten Sie jemals ..." konsistent die gleiche ansteigende Tendenz ausweisen. Können Veränderungen von einem Prozentpunkt oder weniger von Bedeutung sein? Bevölkerungsmedizinisch handelt es sich durchaus um relevante Dimensionen (ggf. mehrere tausend Patienten). Eine Studie für die über 100 Mio. DM ausgegeben worden sind muß umfassend ausgewertet werden. Wir haben exakt die gleiche Auswertungslogik wie sie für die Erfolgsmessung der DHP eingesetzt wurde auf unerwünschte Effekte angewendet. Wenn das eine gilt dann darf das andere zumindest in Betracht gezogen werden! ab


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