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October 2021

Ch. Clemm zur Hospizbewegung und Palliativmedizin in Deutschland Lebensqualität bis zuletzt

Journal/Book: Münch. med. Wschr. 141 (1999) Nr. 5 S. 39/23. 1999;

Abstract: Prof. Dr. med. Ch. Clemm Ärztlicher Direktor der Klinik Bad Trissl Klinik Bad Trissl D-83080 Oberaudorf. Ausgehend von den mittelalterlichen Hospizen die als Herberge für Pilger neben Unterkunft und Verpflegung auch medizinische Versorgung boten ist die moderne Hospizbewegung mit der englischen Krankenschwester und Ärztin Cecily Saunders verknüpft. Sie hatte 1967 das St. Christopher's Hospiz in London gegründet das als Ausgangspunkt und Vorbild für viele Hospize moderner Prägung bekannt wurde. Als Beginn der deutschen Hospizbewegung und der Palliativmedizin gilt die Gründung der "Station für palliative Therapie" 1983 in der Chirurgischen Universitätsklinik Köln die mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Krebshilfe e. V. eingerichtet wurde und als Modell für weitere deutsche Palliativstationen diente. Heute gibt es in Deutschland 34 Palliativstationen und 40 Hospize mit 569 Betten und ca. 330 ambulante Hospizeinrichtungen. Dagegen sind in Großbritannien im Januar 1996 217 stationäre Einrichtungen mit 3215 Betten gezählt worden so daß dort auf 10 Millionen Einwohner 117 Hospize kommen in Deutschland dagegen weniger als 10 [1]. Während initial die Hospiz- und Palliativstationen im Laufe der 60er Jahre als Antwort auf den Mangel an persönlicher Zuwendung im Zeitalter der technischen Apparatemedizin gegründet wurden sind heute viele neue Aspekte der Palliativmedizin bei terminal kranken Patienten in diesen Hospizeinrichtungen bewußter gemacht worden. Derzeit gibt es neben ambulanten und stationären Hospizdiensten Tageshospize sowie Palliativstationen mit Fort- und Weiterbildungseinrichtungen und hausärztlicher Versorgung. Die Palliativmedizin erwuchs aus den Hospizen als ein neues medizinisches Fachgebiet und widmet sich vor allem der Verbesserung der Schmerztherapie bei schwerkranken und sterbenden Patienten aber auch der Behandlung anderer belastender Symptome (wie Erbrechen) zur Besserung der Lebensqualität [3]. Die Palliativmedizin wird definiert als die Behandlung von Patienten mit aktiver progressiver weit fortgeschrittener Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung für die das Hauptziel die Besserung der Lebensqualität ist. Die Prinzipien der Palliativmedizin umfassen: Bejahung des Lebens und Betrachten des Sterbens als natürlichen Prozeß. Das Leben wird weder verlängert noch verkürzt. Sie bietet umfassende Symptomkontrolle insbesondere interdisziplinäre Schmerztherapie. Psychologische und spirituelle Dienste sind in einem ganzheitlichen Konzept integriert. ... ___MH


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