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January 2022

Zur Effektivität und Effizienz der medizinischen Rehabilitation

Journal/Book: Deutsche Rentenversicherung 10-11/96 S. 666-689. 1996;

Abstract: Frankfurt am Main Zusammenfassung Die medizinische Rehabilitation wurde in den letzten Jahrzehnten erheblich weiterentwickelt. Sie zeichnet sich durch spezifische therapeutische und gesundheitspolitische Zielsetzungen integrative Konzepte sowie besondere Organisationsformen aus. Aufbauend auf dem Konzept der Krankheitsfolgen der WHO kommt es in der Rehabilitation nicht nur darauf an den Krankheitsverlauf selbst zu beeinflussen sondern insbesondere die negativen Krankheitsfolgen zu bewältigen. Zum anderen unterliegen chronische Erkrankungen multifaktoriellen Einflüssen und erfordern interdisziplinäre Behandlungsmethoden. Die Qualität und Effektivität der medizinischen Rehabilitation ist durch ein Bündel von Maßnahmen der Rentenversicherung gerade in den letzten Jahren erheblich gesteigert worden. Als aktuelle Entwicklungen seien das umfassende Qualitätssicherungsprogramm sowie die Initiativen im Bereich der Forschungsförderung und der Flexibilisierung der Rehabilitation genannt. Die Ziele der Rehabilitation in der Rentenversicherung sind gesetzlich festgelegt. Die Rehabilitationsleistungen sollen negative Auswirkungen von Krankheit und Behinderung auf die Erwerbsfähigkeit beseitigen. Handlungsbedarf wird bereits dann gesehen wenn eine erhebliche Gefährdung der Erwerbsfähigkeit vorliegt. Die medizinische Rehabilitation ist damit präventiv ausgerichtet. Allgemeines Ziel der Rehabilitation in der Rentenversicherung ist die möglichst dauerhafte (Re-)Integration in das Erwerbsleben. Bei der Beurteilung des Rehabilitationserfolgs müssen die Ziele "Erhalt der Erwerbsfähigkeit" und "berufliche Integration" unterschieden werden. Die medizinische Rehabilitation ist primär darauf gerichtet negative Folgen von Krankheit und Behinderung auf die Erwerbsfähigkeit zu beseitigen. Berufsfördernde Leistungen sind dagegen direkt auf die berufliche Wiedereingliederung ausgerichtet und ergänzen die medizinische Rehabilitation somit. Der Erfolg der medizinischen Rehabilitation ist eine notwendige Voraussetzung für die berufliche (Re-)Integration die wesentlich von externen Faktoren - vor allem des Arbeitsmarktes und des Rentenrechts - mitbestimmt wird. Die hier dargestellten und zahlreiche weitere wissenschaftliche Studien belegen die Wirksamkeit der Rehabilitation. Die Studien zeigen daß die rehabilitationsmedizinischen Ziele erreicht werden die Leistungs- bzw Erwerbsfähigkeit der Rehabilitanden verbessert wird und die Effekte der Rehabilitation auch mittel- bzw langfristig erhalten bleiben. Dies sind Voraussetzungen dafür daß die Rehabilitanden weiterhin erwerbstätig sein können. Darüber hinaus belegen die Studien auch die Effizienz der Rehabilitationsmaßnahmen. Die Untersuchungsergebnisse zeigen sowohl eine Abnahme der Arbeitsunfähigkeitszeiten als auch hohe berufliche Wiedereingliederungsraten nach der Rehabilitation. Durch die Statistiken der Rentenversicherung wird gezeigt daß der Reintegrationserfolg auch über einen längeren Zeitraum erhalten bleibt. Ferner trägt die Rehabilitation vor allem durch die Förderung der aktiven Krankheitsbewältigung dazu bei eine Fehl- bzw. Überinanspruchnahme des Gesundheitswesens zu vermeiden und Behandlungskosten zu senken. Durch den Förderschwerpunkt "Rehabilitationswissenschaften" der im März 1996 gemeinsam durch das Bundesforschungsministerium und die Rentenversicherung ausgeschrieben wurde werden entscheidende Impulse für die Weiterentwicklung der Rehabilitationswissenschaften erwartet. Neben dem dringend notwendigen Ausbau der rehabilitationswissenschaftlichen Infrastruktur geht es um eine Steigerung sowohl der Quantität als auch der Qualität der Rehabilitationsforschung. ___MH


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