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August 2022

Livedo racemosa und rezidivierende Hirninfarkte (Sneddon-Syndrom)

Journal/Book: Münch.med.Wschr. 138 (1996) 6 S.40/88-46/90. 1996;

Abstract: A. Rösler1 A. Schachtschabel2 1Neurologische Universitätsklinik Marburg; 2Hautklinik der Philipps-Universität Marburg Zusammenfassung Eine 42jährige Patientin stellte sich wegen seit 10 Jahren bestehender Hautzeichnungen in der dermatologischen Klinik vor. Bei eingehender Befragung berichtete sie über wiederholt aufgetretenes "Kribbeln" der rechten Körperhälfte. Sie rauchte etwa eine Packung Zigaretten/Tag und nahm hormonelle Kontrazeptiva ein. Bei der körperlichen Untersuchung fanden sich eine Livedo racemosa an den Streckseiten der Extremitäten und trophische Störungen im Bereich der Fingerspitzen. Der Blutdruck lag bei 160/90 mmHg. Der neurologische Aufnahmebefund war unauffällig. Die Hautbiopsie ergab ein perivaskuläres lymphozytäres Infiltrat. In der Magnet-Resonanz-Tomographie des Gehirns waren drei ältere Hirninfarkte und eine in Anbetracht des Lebensalters pathologisch ausgeprägte Hirnatrophie nachweisbar. In den kardiologischen Zusatzuntersuchungen fanden sich Hinweise auf einen alten Hinterwandinfarkt und eine Hypokinese der Herzspitze. Eine wirksame Therapie des beschriebenen Sneddon-Syndroms ist gegenwärtig nicht bekannt. Aufgrund der internistischen Krankheitsmanifestationen wurde in dem beschriebenen Fall eine Therapie mit Phenprocoumon begonnen. Seitdem traten keine neurologischen oder internistischen Komplikationen mehr auf.

Keyword(s): Hirninfarkte Livedo racemosa Sneddon-Syndrom


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