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January 2022

10 Jahre nach der Tschernobyl-Katastrophe - Schilddrüsenkrebs und andere Folgen für die Gesundheit in der GUS

Journal/Book: Münch.med.Wschr. 138 (1996) 15 S.259/29-36/264. 1996;

Abstract: E. Lengfelder1 E. Demidschik2 J. Demidschik3 K. Becker4 H. Rabes5 L. Birukowa6 1Strahlenbiologisches Institut der Universität München München; 2Lehrstuhl für Onkologie Medizinische Hochschule Minsk Belarus; 3Dozent am Onkologischen Dispensär Minsk Belarus; 4Institut für Allgemeine Pathologie und Pathologische Anatomie der Technischen Universität München Klinikum rechts der Isar München; 5Pathologisches Institut der Universität München München; 6Chefärztin des Endokrinologischen Dispensärs und Schilddrüsenzentrums Gomel Gomel Belarus. Zusammenfassung Zehn Jahre nach der Reaktorkatastrophe im Atomkraftwerk Tschernobyl stellen in den betroffenen GUS-Republiken staatliche und internationale Organisationen beträchtliche gesundheitliche Auswirkungen in den verschiedenen Gruppen von Betroffenen fest. Eine dramatische über 100fache Erhöhung von Schilddrüsentumoren bei Kindern in Belarus ist durch papilläre Schilddrüsenkarzinome verursacht die durch aggressives und früh metastasierendes Wachstumsverhalten auffallen. Die Zahl der Neuerkrankungen von Erwachsenen mit Schilddrüsenkrebs lag 1995 bereits vierfach über dem Mittelwert vor 1986. Im Oblast Gomel hat sich von 1986 bis Ende 1995 die Zahl der Kinder mit Diabetes mellitus verdoppelt. Die inzwischen tatsächlich aufgetretenen Fälle von Schilddrüsenkrebs insbesondere bei Kindern übertreffen die auf den üblichen Annahmen zum Strahlenrisiko basierenden Prognosen bei weitem und deuten auf eine erhebliche Unterschätzung des Strahlenrisikos und der Tschernobyl-Folgen hin.

Keyword(s): Tschernobyl-Katastrophe Strahlenrisoko Schilddrüsenkarzinome


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