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January 2022

Telemetrische Untersuchungen beim Treppensteigen, Gehen, Wassertreten und bei der Ergometrie im Kurlängsschnitt in Bad Wörishofen

Journal/Book: Intern. Sauna- Arch. 13 H. 1/2 (1996). 1996;

Abstract: von Werner Kainzinger (Humanmedizinische Dissertationsarbeit an der Medizinischen Fakultät der Ludwig- Maximilians- Universität München) Zur Begründung der heute bevorzugten "aktiven Kur" mit verschiedenen Formen der körperlichen Belastung wird oft auf Erkenntnisse Bezug genommen die von der Sportmedizin an Gesunden und hinsichtlich ihrer maximalen Leistungsfähigkeit aus belasteten Personen gewonnen wurden. Beim Kurpatienten ist aber eine Ausbelastung kaum je möglich: man bleibt sowohl bei der therapeutischen Belastung als auch bei der ergometrischen Diagnostik in einem niedrigen Bereich. Insofern ist die Möglichkeit nicht von der Hand zu weisen daß die mit hoher Vorhersagewahrscheinlichkeit im Verlauf einer Kur festzustellenden Verbesserungen verschiedenster Kenngrößen speziell die Herz- Kreislauf- Reaktion auf Belastungen unter submaximaler Belastung keinen adaptativen Trainingserfolg sondern lediglich die habituative Anpassung des Probanden an die ergometrischen Untersuchungsprozeduren widerspiegeln. Zur Diskussion ob die Dosierung üblicher Kurmaßnahmen für trainingswirksame Reize ausreicht hat Herr Kainzinger an zwei Gruppen von Kurpatienten aus Bad Wörishofen im Kurverlauf das Herz- Kreislaufverhalten bei verschiedenen kurüblichen Belastungen - Fahrradergometrie bis 75 W - Treppensteigen über 2 Stockwerke - 200 m Gehen in der Ebene - 1 Runde Wassertreten geprüft. Zum einen wurden bei 15 Post- Herzinfarkt- Patienten und zum anderen bei 14 Kurpatienten ohne Herz- Kreislauf- Indikation EKG Atemfrequenz und Volumenpuls fortlaufend telemetrisch abgeleitet. Zusätzlich wurde vor und nach der Belastung der Blutdruck gemessen. Die ergometrischen Kenngrößen in der Gruppe der Infarktpatienten wiesen eine ziemlich stetige als Ökonomisierung der Herzleistung deutbare Veränderung während der Kur auf während in der Vergleichsgruppe ohne Infarktanamnese gegen Ende der Kur wieder eine Umkehr in Richtung zu den Ausgangswerten eintrat. Diese Beobachtungen in Verbindung mit einer weitgehend gleichsinnigen Verlaufstendenz bei Ergometrie Gehen Treppensteigen und Wassertreten sprechen gegen eine Interpretation der Kurerfolge als vorwiegend habituative Übungs- und Gewöhnungseffekte. Zumindest bei den Infarktpatienten die von vornherein ein geringeres Leistungsniveau als die Vergleichsgruppe hatte wies sich die kurübliche Bewegungstherapie im Kurregime als wirksamer Trainingsreiz aus. ___MH

Keyword(s): Aktive Kur


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