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January 2022

Meta -Analysen - wirklich der Weisheit letzter Schluß?

Journal/Book: Münch.med.Wschr. 138 (1996) 4 S.37/27-39/29. 1996;

Abstract: J. Adam1 W. Förster2 1Ehemaliger Direktor des Instituts für Biostatistik und Medizinische Informatik der Martin-Luther-Universität Halle; 2Ehemaliger Direktor des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Zusammenfassung Die heute recht beliebten Meta-Analysen sind richtiger als gepoolte Analysen zu bezeichnen da sie Daten aus sehr vielen Einzelstudien mit bis zu mehr als 100 000 Patienten statistisch so behandeln als stammten die Ergebnisse aus einer Studie. Zweck des Poolens ist auch für geringe prozentuale Wirkungsunterschiede eine statistische "Signifikanz" mit einer sehr geringen und damit sehr eindrucksvollen Irrtumswahrscheinlichkeit zu errechnen. Die mathematisch-biostatistische und medizinische Problematik dieses Vorgehens wird in einigen Punkten - auch anhand des Beispieles von Aggregationshemmern für die Herzinfarktprophylaxe - diskutiert und die These vertreten daß echte medizinische Effekte so stark sind daß für ihren Nachweis nicht Zehntausende von Patienten erforderlich sind. Gepoolte Analysen enthalten darüber hinaus so viele Abweichungen von den Erfordernissen einer kontrollierten Studie und meist auch von dem zugrundeliegenden mathematischen Modell daß ihre extrem niedrigen Irrtumswahrscheinlichkeiten wissenschaftlich als zweifelhaft bezeichnet werden müssen. Gepoolte Analysen sind in ihrer Glaubwürdigkeit einer einzelnen einwandfrei geplanten Studie unterlegen.

Keyword(s): Meta-Analysen gepoolte Analysen Modellabweichung Acetylsalicylsäure Aggregationshemmer Herzinfarktprophylaxe


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