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December 2022

Anmerkung zu dem Artikel: Eine einfache Übersicht mit praktischen Hinweisen Die menschliche Temperaturregulation W. T. JOSENHANS Z. Phys. Med. Baln. Med. Klim. 19 (1990) S. 55-60

Journal/Book: Z. Phys. Med. Baln. Med. Klim. 19 (1990) S.208-209. 1990;

Abstract: Anschr. d. Verf.: Chefarzt Dr. med. E. Seidel Kliniken/Polikliniken Abtlg. Physikalische Medizin und Sporttherapie Parkbad Weimar Als treuer Leser dieser Zeitschrift war ich über diesen Artikel zur Temperaturregulation trotz der vorgestellten Einschränkung erstaunt. Was bisher in brillanter Form und gut verständlich von Israel (1978) Hensel et al. (1979) und Hildebrandt et al. (1981) publiziert wurde ist hier nicht nur zu sehr simplifiziert sondern im Falle der Sauna auch wissenschaftlich falsch dargestellt worden. Diese Darstellung vermag nicht dazu beitragen den Stellenwert der Sauna im Behandlungsregime der Physikalischen Medizin zu stärken. Seit nunmehr 7 Jahren beschäftige ich mich mit der Erforschung der Sauna. Dabei konnte ich von den hervorragenden Arbeiten im Intern. Sauna- Archiv profitieren welche Herr Prof. Josenhans nicht zur Kenntnis genommen hat. Dort wurden von international anerkannten Medizinern exakte wissenschaftlich nachweisbare Wirkungen der Sauna beschrieben. Auch die Arbeiten zur Thermoregulation unter Saunabedingungen (Kandjov 1985 Engel et al. 1985 Seidel 1986-1988) erbrachten wesentlich neue Erkenntnisse. Nun einige kritische Anmerkungen: Wenn es zur Schweißbildung im Saunaraum kommt ist dies nicht ein Ausdruck für die Überforderung der Thermoregulationsmöglichkeiten sondern eine Möglichkeit des Organismus einem Anstieg der Körperkerntemperatur entgegen zu wirken. Die Schweißbildung zeigt nicht eine Hyperthermie des Körperkernes an! Bei einem Saunagang von 10 Min. beider beschriebenen Saunatemperatur (Luftfeuchtigkeitsangaben fehlen) kommt es nicht zu einem Anstieg der Körpertemperatur. Es kommt bereits kurz nach Betreten des Saunaraumes zur Erhöhung der Feuchtigkeit an der Hautoberfläche. Die von Prof. Josenhans anschließend als neuartig geschilderten Reflexvorgänge gelten in dieser Theorieform in Expertenkreisen als gesichert. Herr Prof. Josenhans stellt dann die Frage ob Sauna aber wirklich die Gesundheit bessert? . Zuerst einmal gilt doch für therapeutische Verfahren daß wir sie im Krankheitsfalle anwenden und hier eindeutige Heilungserfolge haben (z. B. Spasmenreduzierung bei Querschnittsgelähmten/ Gerner 1989 1990 Muskelelastizitätszunahmen/ Wick 1988 usw.). Desweiteren ist der Begriff der Gesundheit nach der WHO-Definition auch auf das "soziale Wohlbefinden" auszudehnen. Und hier lassen repräsentative Umfragen (Fritzsche 1980) eindeutige Ergebnisse zu. Ein wichtiger Aspekt der Saunaanwendung ist der gesellschaftlich- kommunikative Erlebniseindruck welcher sich positiv auf die Verarbeitung von Alltagsanforderungen auswirkt (Biermann 1989). Insgesamt läßt sich sagen daß die Sauna eine berechtigte Stellung im Rahmen der Physikalischen Therapie einnimmt und wir sie auch weiterhin in der Prävention Therapie und Rehabilitation zum Nutzen unserer Patienten einsetzen werden. ___MH

Keyword(s): menschliche Temperaturregulation


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