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June 2022

Medikamentös bedingte Hypertonien

Journal/Book: Z. ärztl. Fortbild. 84 (1990) 503-505. 1990;

Abstract: Prof. Dr. sc. med. Günter Linß Städtisches Klinikum Berlin-Buch (Ärztlicher Direktor: OMR Dr. sc. med. R. Jacob) Zusammenfassung Medikamentöse Hypertonien gehören zu den vorübergehenden Hochdruckformen. Sie werden durch pharmakainduzierte Aktivierung humoraler pressorischer Systeme in Verbindung mit dem Natrium- und Wasserhaushalt oder durch direkte Vasokonstriktion hervorgerufen. Von besonderer praktischer Bedeutung ist die Hypertonie durch Ovulationshemmer bei der auch eine zusätzliche genetische Disposition wirksam zu sein scheint. Diese Hochdruckform tritt bei 1-5 % primär normotoner Frauen nach Einnahme von Kontrazeptiva auf. Das mittlere Intervall zwischen Einnahmebeginn der Ovulationshemmer und Eintreten der Hypertonie beträgt etwa 1 Jahr. Wesentliche pathogenetische Mechanismen sind die Natrium- und Wasserretention auch eine Aktivierung des Renin-Angiotensin-Systems kann ursächlich beteiligt sein. Eine weitere medikamentöse Hochdruckform wird nach Einnahme von Lakritzensaft beobachtet. Es handelt sich um das sog. Pseudo-Conn-Syndrom bei dem keine Aldosteronerhöhung nachweisbar ist. Auch nach Einnahme von Laxantien oder von Appetitzüglern kann es zu vorübergehenden Hypertonien kommen. Nach Absetzen der ursächlich wirksamen Medikamente ist die Hypertonie wieder reversibel sofern nicht bereits vorher ein chronischer Hochdruck bestanden hat. wt

Keyword(s): Medikamentöse Hypertonie Ovulationshemmer Pseudo-Conn-Syndrom Laxantienabusus


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