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May 2022

Informationsveranstaltung zum Thema "Anwendung ätherischer Öle: ein Kerngebiet der Phytotherapie";19. September 1989 in Freudenstadt

Journal/Book: Ärztezeitschr. f. Naturheilverf. 4/90 31. Jahrg. S. 314. 1990;

Abstract: Dr. med. H.-P. Legal Apotheker K.-H. Beinhard Unter dieses Thema war eine Abendveranstaltung anläßlich des 77. Ärztlichen Fortbildungskongresses in Freudenstadt gestellt. Prof. Dr. Hänsel sowie K. H. Reinhard (Apotheker) als Referenten war daran gelegen den Zuhörern Wissenswertes über ätherische Öle deren Chemie und Pharmakologie sowie Historisches als Ergänzung zu den Vorträgen des Kongresses zu vermitteln. So charakterisierte Prof. Hänsel zunächst die Gegensätzlichkeiten der naturwissenschaftlich orientierten Medizin mit deren Wirkstoffen ohne jede Sinnesqualitäten und diejenigen der traditionellen Phytotherapie mit Zubereitungen mit meist auffallendem Geruch und Geschmack wie Infuse Extrakte und Tinkturen. Während durch synthetische Pharmaka Wirkungen beim Patienten erzwingbar sind und eine LD50 bestimmbar ist trifft dies bei Phytopharmaka nicht zu. Durch Melisse Baldrian Hopfen und andere Pflanzen und deren Zubereitungen ist Wirksamkeit gegen den Willen des Patienten nicht erreichbar. Auch ist die LD50 oft nicht bestimmbar. Der intensive Geruch bestimmter Arzneidrogen beruht darauf daß Pflanzen in speziellen Organen wie Exkretbehältern oder Drüsenhaaren Stoffe ablagern die niedermolekular sind wenig Sauerstoff enthalten lipophil und leicht flüchtig sind. Sie können durch die Luft zum Riechepithel des Menschen gelangen werden dort leicht resorbiert und wirksam. Diese Geruchskomponenten der Arzneidrogen sind durch Wasserdampfdestillation abtrennbare sich fettig anfühlende Flüssigkeiten die als ätherische Öle bezeichnet werden. Ätherische Öle werden als Monostoffgemische direkt arzneilich verwendet - z. B. Pfefferminzöl - oder indirekt als Inhaltsstoffe von Tees Tinkturen oder Extrakten. Die chemische Zusammensetzung ätherischer Öle variiert stark wodurch natürlich auch der wahrnehmbare Geruch beeinflußt wird. Ihre Wirkungen unterscheiden sich auch deutlich nach Applikationsart. So lockt Nepetalacton ein Bestandteil des Öles der Katzenmelisse über sein Aroma Katzen an wirkt aber nur dann erregend auf die Tiere wenn es über die Einatmungsluft auf die Geruchsrezeptoren einwirken kann. Dagegen wirkt es peroral oder intraperitonäal stark sedierend. Ätherische Öle werden sehr häufig als Expektorantien angewendet. Dabei wird inhalativ die Wirkung von Wasser verstärkt. Sie sind aber nur bei niedriger Dosierung wirksam. Bei überhöhter Dosis erfolgt Wirkungsumkehr. ... wt


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