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December 2022

Psychische Folgen des Schwangerschaftsabbruchs

Journal/Book: MMW-Fortschr. Med. - Nr. 42/ 1990; S. 661/ 53 - 663/ 57; (132 Jg.). 1990;

Abstract: Dr. med. Ortrun Jürgensen ZF6 Abteilung für Gynäkologische Endokrinologie der Universität Frankfurt/M Zusammenfassung Einleitend wird die Bewertung der Abtreibung in vorchristlichen und christlichen Kulturen entweder als Todsünde auf die Todesstrafe stand oder als gebotene Verhütungsmaßnahme skizziert. Es folgen Literaturübersichten über psychische Abtreibungsfolgen aus dem deutschsprachigen Raum. Dabei wird die Zeit von 1930 bis zur Reform des § 218 im Jahr 1976 und die Zeit danach bis zur Gegenwart gesondert betrachtet. An eigenem und fremdem kasuistischen Material werden verschiedene Verarbeitungsmodi bei der Abtreibung veranschaulicht. Bei der Beurteilung der psychischen Abtreibungsfolgen ist u. a. der Untersuchungszeitpunkt entscheidend: Übereinstimmend finden die meisten Untersucher sechs Wochen bis zu einem Jahr nach der Abruptio teilweise sehr heftige affektive Reaktionen wie Schuld- und Strafängste sowie Phantasien über die abgetriebenen "Kinder". Diese Reaktionen sind eher als Zeichen der Auseinandersetzung und Bewältigung zu sehen denn als pathologische Symptome. Bleibende negative Spätfolgen insbesondere schwere depressive Reaktionen und Reue werden dagegen insgesamt nur bei 5 bis 13% der Frauen gefunden. Sie gehen oft mit pathologischen Strukturen der Primärpersönlichkeit einher und wären demnach voraussagbar. Emotional Sequelae of Induced Abortion: The meaning of induced abortion in ancient and Christian cultures is briefly depicted as either a major crime calling for death-sentence or as a tolerable act of birth control. Reviews are given thereafter of mainly German literature on psychologic sequelae of abortion. Two periods are looked at separately: The period from 1930 up to the German reform of the abortion law in 1976 and the period thereafter up to the present time. Some of the authors' own case material and that of others is presented to demonstrate different modes of coping with abortion. There is general agreement in the literature reviewed that from six weeks to one year induced abortion is usually followed by severe emotional reactions like feelings of guilt fear of punishment and fantasies about the "children" who were aborted. These reactions seem rather necessary to overcome the traumatic event and cannot necessarily be considered pathological. Permanent negative reactions like major depression guilt and repentance were found in 5 to 13% of all cases studied. They are usually part of a preexisting unstable personality structure and thus might be predictable. ab

Keyword(s): E4 - F4 Abtreibung - Psychologie psychische Folgen


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