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December 2022

Neurologische Intensivbetreuung im Versorgungskrankenhaus - Checklisten zur diagnostischen Strategie und Therapie

Journal/Book: Z. ärztl. Fortbild. 84 (1990) 1033-1035. 1990;

Abstract: Dr. med. Udo Dommel Neurologische Klinik (Chefarzt: Dr. med. U. Dommel) des Bezirksfachkrankenhauses für Neurologie und Psychiatrie Lübben (Ärztl. Direktor: MR Dr. med. Wenzel) 3. Grand-Mal-Status Epileptische Anfälle denen eine Übererregbarkeit neuronaler Strukturen zugrunde liegen treten bei weitem nicht nur im Rahmen von Epilepsien auf. Bekannt ist daß jedes menschliche Gehirn unter bestimmten Umständen mit exzessiven Neuronenentladungen reagieren kann. Die so entstehenden epileptischen Reaktionen sind an (pathologisch) veränderte Hirnstrukturen oder -funktionen gebunden d. h. sie treten nicht mehr auf wenn die auslösenden Ursachen beseitigt sind. Diese Ursachen können äußerst vielfältig sein (z. B. Hirntumoren Ischämie Enzephalitiden Alkoholentzug bei Alkoholikern metabolische Störungen Intoxikationen u. a.). Das klinische Erscheinungsbild die Phänomenologie der Anfälle ist dabei sehr vielgestaltig eine systematische Klassifikation epileptischer Anfälle muß der entsprechenden Fachliteratur vorbehalten bleiben. Bei der Erstbehandlung von bis dahin nicht als Epileptiker bekannten Patienten muß - insbesondere wenn der erste Anfall im fortgeschrittenen Lebensalter auftritt - immer an die Möglichkeit einer epileptischen Reaktion auf der Grundlage erkennbarer (und evtl. behandelbarer) Hirnfunktionsstörungen gedacht werden. Aus diesem Grunde ist in jedem Fall eine breite Palette diagnostischer Maßnahmen erforderlich. Unter intensivtherapeutischen Aspekten sind vor allem epileptische Reaktionen (auf der Grundlage einer intensivtherapiepflichtigen Grunderkrankung) und Anfallshäufungen bzw. -staten von Interesse. Grundsätzlich kann es bei jeder Form epileptischer Anfälle zu einer Häufung bis hin zum Status kommen. Ein Grand-Mal-Status muß immer als lebensbedrohlich angesehen werden und sollte möglichst auf einer intensivtherapeutisch orientierten Station behandelt werden. 4. Meningoenzephalitis Entzündliche Erkrankungen des Zentralnervensystems betreffen mehr oder weniger sowohl das Hirn als auch die Hirnhäute die Trennung in reine Meningitiden und Enzephalitiden ist eher didaktischer Natur. Verschiedenartige Erreger (Bakterien Viren Pilze Parasiten) aber auch para- und postvakzinale Reaktionen führen zum klinischen Bild der Meningoenzephalitis. Die Erreger dringen dabei hämatogen-metastatisch (bei peripheren Infektionsherden) fortgeleitet (bei nahen entzündlichen Prozessen im Schädelbereich) oder direkt (nach offenen Schädel-Hirn-Verletzungen) in das Zentralnervensystem ein. Trotz unterschiedlicher Erreger bietet sich dem Kliniker bei den infektiösen Meningoenzephalitiden oft ein recht gleichförmiges Krankheitsbild das lediglich in der Akuität des Auftretens und in der Ausprägung und Akzentuierung der Symptome differiert so daß ohne apparativ-laborchemische Hilfsmittel eine weiterführende Diagnostik und damit auch spezifische Therapie kaum möglich ist. ... wt


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