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December 2022

Immuntherapie maligner Tumoren

Journal/Book: MMW-Fortschr. Med. - Nr. 36/ 1990; S. 537/ 39; (132 Jg.). 1990;

Abstract: Prof. Dr. med. W. Dippold I. Medizinische Klinik und Poliklinik Klinikum der Universität Mainz Die klinische Beobachtung von Tumorrückbildungen nach akuten bakteriellen Infektionen markiert den Anfang der Immuntherapie. F. Fehleisen in Deutschland sowie William B. Coley in den Vereinigten Staaten versuchten deshalb bei Tumor-Patienten Infektionen zu induzieren. Obwohl in einzelnen Fällen dramatische Tumorrückbildungen beobachtet wurden blieb es meist doch schwierig die Patienten zu infizieren. Gelang dies jedoch dann war es häufig nicht möglich das Ausmaß der Infektion zu kontrollieren. Deshalb ging Coley im Jahre 1893 dazu über abgetötete Bakterien zu verwenden. Die amerikanische medizinische Gesellschaft bezeichnete im Jahre 1934 Coley's Toxin eine Mixtur aus Streptococcus pyogenes und Serratia marcescens als die einzige damals verfügbare systemische Therapie für Krebs. Mit den Erfolgen der Strahlen- bzw. der Chemotherapie trat die Toxintherapie in den Hintergrund. BCG als Immunstimulans Tierexperimentelle Studien mit mikrobiellen Substanzen als Mittel gegen Krebs wurden weitergeführt. Einer der Stoffe war BCG (Bacillus Calmette-Guérin) ein attenuierter Stamm des Tuberkulosebazillus. In tierexperimentellen Untersuchungen zeigten Mäuse die mit BCG infiziert worden waren eine erhöhte Resistenz gegen eine Reihe verschiedener Tumoren sowie gegen bakterielle und virale Infektionen. Deshalb wurde BCG als Immunstimulans eingestuft. Diese Ergebnisse führten zu umfangreichen Testungen bei Krebs-Patienten mit im allgemeinen enttäuschenden Ergebnissen. Erfolge beim Blasenkarzinom Die einzige Ausnahme bildet heute die Behandlung des oberflächlichen Blasenkarzinoms wie in der Übesichtsarbeit von Schilling u. Lamm (S. 538/40) ausgeführt. In verschiedenen Studien wurden inzwischen mehr als 1000 Patienten mit Carcinoma-in-situ mit BCG intravesikal behandelt. Die durchschnittliche komplette Remissionsrate bei einer Beobachtungszeit von mehr als vier Jahren beträgt 61%. Dabei bleibt zu berücksichtigen daß die optimale Dosierung und das beste Zeitintervall der intravesikalen Therapie noch unklar sind die Ergebnisse also verbessert werden können. In prospektiv randomisierten Studien an 1980 Patienten konnte schließlich bei Patienten nach transurethraler Resektion eine signifikante Verminderung der Tumorrezidivrate durch BCG erreicht werden. Außerdem konnte gezeigt werden daß die Tumorrückbildungen länger anhalten (48 Monate) als mit einer vergleichbar durchgeführten Chemotherapie (Adriamycin: 5 9 Monate). ... ab

Keyword(s): C4 - E2 - D24 Tumoren - Immuntherapie - BCG


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