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October 2021

Zur Blutdruckwirkung natriumhaltiger Heilwässer

Journal/Book: Naturmedizin heute: 1: 197-200 (1987). 1987;

Abstract: Das Trinken natriumhaltiger Mineral- und Heilwässer wird heute von Ärzten und Ernährungsphysiologen aber auch in der Laienpresse vielfach als gesundheitsschädlich eingestuft. Begründet wird dies meistens mit epidemiologischen Studien die einen Zusammenhang von Natriumaufnahme und Häufigkeit von arterieller Hypertonie belegen sowie mit Ergebnissen tierexperimenteller Untersuchungen an sog. Hochdruckratten bei denen es sich ja um vorgeschädigte Organismen handelt. Bei der Beurteilung von Mineralwässern nach ernährungsphysiologischen Gesichtspunkten dürfen aber auch quantitative Überlegungen nicht unberücksichtigt bleiben. Zunächst ist festzustellen daß auch bei Zufuhr einer handelsüblichen Flasche von 700 ml bei einem Großteil (ca. 85 %) der im Handel befindlichen Mineralwässer weniger als 10 % der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen Mindestaufnahme an Natrium zugeführt wird (vgl. auch HOLTMEIER 1981). Darüber hinaus muß aus epidemiologischer Sicht in Rechnung gestellt werden daß in der Bundesrepublik im Durchschnitt weniger als 0 2 Liter Mineralwasser pro Tag getrunken werden (Bundesminister für Jugend Familie Frauen und Gesundheit 1987). Aus diesen Überlegungen ergibt sich daß den Mineralwässern im Vergleich mit anderen Lebensmitteln im Hinblick auf die Natriumzufuhr eine untergeordnete Bedeutung zukommt. Weiterhin ist bisher nur unzureichend berücksichtigt worden daß Natrium in den meisten Mineralwässern nicht nur in Form von Kochsalz sondern häufig auch als Bicarbonat vorliegt. Die Wässer enthalten meistens auch andere Inhaltsstoffe wie Calcium und Kalium denen nach epidemiologischen Erkenntnissen eher hochdruckpräventive Eigenschaften zukommen dürften (McCARRON et al. 1984). In diesem Sinne haben neueste Untersuchungen von LUFT et al. (1986) ergeben daß bei Hochdruckratten eine Tränkung mit einem natürlichen Natrium-Hydrogencarbonat-Säuerling im Gegensatz zu einer äquimolaren künstlichen Kochsalzlösung den Blutdruckanstieg nicht beschleunigt. Systematische Untersuchungen über einen Zusammenhang von Dauergebrauch an Mineralwässern und Hypertonie stehen beim Menschen allerdings noch aus. . . .


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