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October 2021

Physiologie und Pathophysiologie der kutanen Zirkulation - 91. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation 9. bis 11. Oktober 1986 Münster

Journal/Book: Z. Phys. Med. Baln. Med. KIim. 15 (1986) 301. 1986;

Abstract: Institut für angewandte Physiologie und Klimatologie der Christian-Albrechts-Universität Kiel (Direktor Prof. Dr. E. Witzleb) Eine der Haupffunktionen der Hautdurchblutung ist die Regulation der Körpertemperatur. Die Stromstärke liegt dabei meist deutlich über den metabolisch erforderlichen Werten. Widerstands- und Kapazitätsgefäße der Haut unterliegen neuralen Einflüssen durch 1. sympathische (adrenerge) vasokonstriktorische Fasern (mit einer Bevorzugung der akralen Regionen) und 2. ein neurogenes vasodilatatorisches System mit unbekannter Transmittersubstanz. Die tonisch aktiven vasokonstriktorischen Fasern sind der efferente Schenkel von 1. thermoregulatorischen Reflexen über kutane Thermorezeptoren 2. Pressorezeptorenreflexen 3. Chemorezeptorenreflexen sowie 4. reflektorischen Reaktionen bei Orthostase und Arbeit. Das vasodilatatorische System ist dagegen der efferente Schenkel von Reflexen die von zentralen Thermorezeptoren ausgelöst werden. Beim Menschen sind die Änderungen der Hautdurchblutung infolge von Änderungen der Kerntemperatur pro 1° C etwa 20mal größer als bei gleichen Änderungen der Hauttemperatur. Die reflektorisch ausgelösten Umstellungen der Hautdurchblutung beeinflussen sich gegenseitig und üben Rückwirkungen auf die Herz-Kreislauffunktion aus. Die Reagibilität der Kapazitätsgefäße wird außerdem durch lokale thermische Wirkungen beeinflußt. Steigerungen der Hautdurchblutung durch Wärmebelastungen können trotz der reflektorisch ausgelösten vasokonstriktorischen Reaktionen im Bereich der Skelettmuskel- Splanchnikus- und Nierengefäße sowie der Steigerungen des Herzzeitvolumens in Abhängigkeit von der gegebenen Situation auch ohne zusätzliche Störgrößen die Anpassungstätigkeit des Kreislaufs überfordern. Abnahmen der Hautdurchblutung durch Kältebelastungen sind im wesentlichen mit entgegengesetzten Herz- und Gefäßreaktionen verbunden. Erkrankungen der Gefäße oder der beteiligten nervösen Strukturen sind mit verschiedenartigen Störungen der Hautdurchblutung verbunden die allerdings praktisch nur die Hautfunktionen im engeren Sinne und nur bedingt die übergeordneten thermoregulatorischen Funktionen beeinträchtigen. hl


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