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January 2022

Die Balneologie und medizinische Klimatologie in Polen

Journal/Book: Z. Phys. Med. Baln. Med. Klim. 14 (1985) 215-217. 1985;

Abstract: Anschr. d. Verf.: Prof. Dr. med. habil. G. Straburzynski Instytut Balneoklimatyczny ul. Szamarzewskiego 84 PL-60-569 Poznan *) Vortrag in französischer Sprache Eingang der Arbeit: 11. 5. 1985 1. Die Organisation der Kurortbehandlung in Polen Die polnischen Badekurorte arbeiten gemäß dem von Sejm dekretierten Reglement für die Heilbäder. Auf Anfrage des Gesundheitsministeriums anerkennt dessen beratendes Gremium einen Badekurort wenn die örtlichen klimatischen und landschaftlichen Verhältnisse und die natürlichen Heilmittel - die Heilwässer und Peloide - dazu geeignet sind. Hierbei ist das Gutachten des Balneologisch-klimatologischen Institutes in Poznari entscheidend. Polen ist reich an sehr differenzierten und verschieden hoch mineralisierten Heilwässern dagegen besitzt es nur wenige Thermen. Als Peloide gibt es nur Moore (Torfe) in großer Menge. Die Badekurorte liegen in verschiedenen Klimazonen auf verschiedener 500 m nicht übersteigender Höhe. Gegenwärtig verfügen wir über 36 Badekurorte und 25 kurortähnliche Stationen mit jährlich etwa 800000 Kurgästen. Sie sind auf 8 medizinischen Gebieten ausgesprochen spezialisiert: Rheumaerkrankungen und Affektionen des Bewegungsapparates kardiovaskuläre Krankheiten Lungenkrankheiten gastroenterologische Erkrankungen sowie Erkrankungen aus dem Gebiet der Endokrinologie Urologie Dermatologie und Gynäkologie. Je nach der Behandlungsintensität unterscheiden wir die Therapie im Sanatorium und in der Bäderklinik. In den Sanatorien werden Chronisch kranke in nicht zu fortgeschrittenen Krankheitsstadien und ohne Zeichen eines akuten Krankheitsschubes behandelt. Die Kurbedürftigkeit dieser Patienten wird von Allgemeinmedizinern festgestellt die Einweisung erfolgt durch die Gewerkschaften. Die Kurortspitäler (Bäderkliniken) nehmen Kranke auf deren Zulassung und Einweisung Sache der Balneologisch-medizinischen Kommissionen der Woiwodschaften ist. Diese Patienten werden unmittelbar aus einer Spezialklinik oder aus ambulanter Behandlung in einem spezialisierten Dispensaire überwiesen. Ziel der Behandlung in der kurörtlichen Klinik ist die Rehabilitation bei Bestehen einer Arbeitsunfähigkeit. Die Balneotherapie ist kostenfrei. Die Kur dauert 24 Tage; jährliche Wiederholungen sind statthaft. Alle kurörtlichen Spitäler und ein Teil der Sanatorien unterstehen dem Gesundheitsministerium. Sie bauen an den Badekurorten auch öffentliche balneotherapeutische Institute auf. Ein anderer Teil der Sanatorien gehört den Gewerkschaften und anderen Ministerien. Die Chefärzte aller Badekurorte unterstehen unmittelbar dem Gesundheitsministerium. Die Zulassung der Kranken zu einer Badekur basiert auf den balneologischen Indikationen und Kontraindikationen für Erwachsene Kinder und Jugendliche die vom Balneoklimatologischen Institut aufgestellt worden sind und immer wieder überprüft werden. Dieses Institut ist dem Gesundheitsministerium für alle medizinischen Maßnahmen an den Badekurorten verantwortlich. ... ___MH


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