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January 2022

Moortherapie bei weiblicher Sterilität

Journal/Book: Z. Phys. Med. Baln. Med. Klim. 14 (1985) 78-82. 1985;

Abstract: Abteilung I der Frauenklinik der Medizinischen Hochschule Hannover (Direktor: Prof. Dr. med. J. Schneider) Anschr. d. Verf.: Dr. med. Dr. rer. nat. Mahmoud Mesrogli Frauenklinik am Krankenhaus Oststadt Podbielskistraße 380 3000 Hannover 51 In der Bundesrepublik Deutschland sind 10 bis 20% aller Ehen ungewollt kinderlos. Von einer sterilen Ehe kann gesprochen werden wenn bei regelmäßigem Verkehr ohne Anwendung von Verhütungsmitteln innerhalb von 2 Jahren keine Schwangerschaft eingetreten ist da immerhin zwei Drittel aller Frauen bei ungeschütztem Verkehr innerhalb von 3 Monaten schwanger werden. Spätestens nach Ablauf dieser zwei Jahre sollten die Ursachen für die Sterilität geklärt werden; die Aussichten auf eine Konzeption betragen sonst höchstens 10%. Die baldige Abklärung erscheint auch unter dem Aspekt vordringlich daß die Fertilität schon der gesunden Frau mit zunehmendem Alter relativ früh nämlich ab dem 30. bis 35. Lebensjahr deutlich absinkt. Die Häufigkeit der Sterilitätsfaktoren auf Seiten der Frau ist unterschiedlich: Besonders häufig (32 bis 42%) liegen ovarielle aber auch tubare (16 bis 29%) Sterilitätsursachen vor. Allerdings können auch heute noch bei umfassender Diagnostik in sehr vielen Fällen (12 bis 18%) keinerlei pathologische Befunde festgestellt werden die zur Erklärung der Kinderlosigkeit dienen können. Die Prognose der ovariell bedingten Funktionsstörungen insbesondere wenn sie primär hypothalamisch-hypophysär bedingt sind ist heute nach medikamentöser Therapie gut. Nach eisprungauslösender Behandlung können ca. 35 bis 52% Graviditäten erzielt werden. Hingegen werden bei tubar bedingter Sterilität die meist durch partielle oder totale Eileiterverschlüsse verursacht sind nur 18 bis 30% Graviditäten erreicht (Döring 1970 Dor et al. 1977). Zudem ist in diesen Fällen die Abortrate mit ca. 25% sehr hoch. Die Therapie der tubaren Sterilität besteht hauptsächlich in der chirurgischen Wiederherstellung der Eileiterdurchgängigkeit. Durch verfeinerte mikrochirurgische Methoden hat sich in den letzten Jahren die Schwangerschaftsrate nach Refertilisierungsoperationen an den Tuben erhöht. Insbesondere ist die Zahl der in der Folge auftretenden Extrauteringraviditäten gegenüber den herkömmlichen Operationstechniken relativ niedrig. Eine Therapiemöglichkeit die nach spätestens 1 bis 2 Jahren vergeblicher Sterilitätsbehandlung genutzt werden sollte liegt in der Behandlung durch Moorbadekuren. Unbestritten ist der Wert einer Moortherapie bei hypoplastischem Genitale. Nach ein- bis dreimaliger Kur werden ca. 48% Graviditäten geschildert (Baatz 1973). Aber auch Verwachsungszustände nach tubaren oder ovariellen Entzündungen sind eine wichtige Indikation für Moorkuren weiterhin Zyklusstörungen wie anovulatorische Zyklen und Corpus-luteum-Insuffizienz die häufig in Verbindung mit einer Uterushypoplasie beobachtet werden. In diesen Fällen können ebenfalls bis zu 48% Schwangerschaften erreicht werden (Baatz 1973). Bei ungeklärter Sterilität ist eine Moortherapie ebenfalls oft erfolgreich. Die geschilderten Ergebnisse wären durch früher einsetzende Moorbehandlungen mit großer Sicherheit noch erheblich zu steigern da die Erfolgsquoten mit der Dauer der Sterilitätsanamnese und dem zunehmenden Alter der Patientin deutlich abfallen. ... ___MH


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