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January 2022

Untersuchung von Circadianrhythmen als Kriterium der Bewertung balneotherapeutischer Verfahren

Journal/Book: Z. Phys. Med. Baln. Med. Klim. 14 (1985) 271-273. 1985;

Abstract: Aus dem Institut f. medizinische Physiologie der Univ. Wien und dem Ordinariat f. physikalische Medizin Innsbruck Anschr. d. Verf.: Univ.-Doz. Dr. W. Marktl Institut für medizinische Physiologie der Univ. Wien Zur Charakterisierung des Effektes von Kurheilverfahren auf den Organismus wird u. a. der Begriff Rhythmisierung verwendet. Dieser Begriff wird einerseits im Sinne einer Verbesserung der Koordination interner Rhythmen aufgefaßt (1) anderseits mit dem Auftreten von reaktiven Perioden während der Kur in Zusammenhang (2)gebracht oder schließlich als Beeinflussung der Phasenlage von Circadianrhythmen (3) gedeutet. Da dem System der endogenen Circadianrhythmen die Aufgabe der Anpassung der Funktionen des Organismus an die Einflüsse des natürlichen 24-Stunden Tages zukommt und stabile Circadianrhythmen mit deutlicher Amplitude als Zeichen einer guten Funktionstüchtigkeit des Organismus gewertet werden können wurden bei drei in sich hinsichtlich Alter und Diagnose homogenen Gruppen von männlichen Kurpatienten (9 Patienten mit primär chronischer Polyarthritis Durchschnittsalter 57 Jahre 6 Patienten mit degenerativen Arthrosen Durchschnittsalter 63 Jahre und 10 Patienten mit labiler Hypertonie Durchschnittsalter 63 Jahre) in drei verschiedenen Kurorten (Badgastein Baden Bad Hall) Circadianrhythmen verschiedener Parameter (Harnmenge spezifisches Gewicht des Harns Harn-pH Ausscheidung von Natrium Kalium Adrenalin und Noradrenalin im Harn der Na/K-Quotient Ruhepuls Sublingualtemperatur systolischer und diastolischer Blutdruck) während des Kuraufenthaltes untersucht. Eines der Bewertungskriterien eines möglichen Einflusses der Kurmaßnahmen auf die Circadianrhythmen war der Vergleich der Häufigkeit des Rhythmusnachweises mit Hilfe der rhythmenanalytischen Cosinor-Methode (4) in der 1. und 3. Kurwoche. Unter Zugrundelegen dieses Bewertungskriteriums zeigte sich bezüglich der Ausscheidung von Adrenalin und Kalium im Harn sowie des Na/K-Quotienten eine deutliche Rhythmisierungstendenz im Kurverlauf dabei diesen Parametern in der 3. Kurwoche häufiger Circadianrhythmen nachgewiesen werden konnten als in der 1. Kurwoche (o. Abb. 1). Für alle anderen untersuchten Parameter traf dies weniger bis gar nicht zu. Von besonderer praktischer Bedeutung scheint die Rhythmisierung der Adrenalinausscheidung zu sein da sie nichts anderes bedeutet als daß zu Kurbeginn bei vielen Kurpatienten ein relativ gleichförmiges Muster der Adrenalinsekretion über die gesamte 24-Stunden-Periode unabhängig vom unterschiedlichen Bedarf des Organismus während Aktivität oder Ruhe vorherrscht. Gegen Kurende wird hingegen bei gleichbleibender Gesamtproduktion deutlich mehr Adrenalin während der Aktivitätsphase am Tag als während der Ruhestunden der Nacht produziert. Die Akzentuierung der Ausscheidungsrhythmen des Kaliums sowie des Na/K-Quotienten im Harn deuten auf eine Änderung des Circadianrhythmus der Aldosteronsekretion im Kurverlauf hin. ... ___MH


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