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November 2019

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) diskutiert Möglichkeiten der Balneotherapie

Journal/Book: H u K 36 1 /84 S. 23. 1984;

Abstract: In Abano-Montegrotto (Italien) fand vom 15. bis 17. Juni 1983 die Tagung einer Arbeitsgruppe des Regionalbüros für Europa der Weltgesundheitsorganisation (WHO) statt. Man machte es sich zur Aufgabe den Beitrag der Balneotherapie für die Gesundheitsfürsorge älterer Menschen zu diskutieren und sich über ihren möglichen Nutzen klar zu werden. Dem jetzt in englischer Sprache vorliegenden zusammenfassenden Sitzungsbericht sind interessante Beschlüsse der Arbeitsgruppe zu entnehmen die zu beachtenswerten neuen Aufgabenstellungen innerhalb der WHO führten und die bei einer Realisierung zu einer bemerkenswerten Fortentwicklung in der internationalen Bewertung der Balneotherapie führen würden. Aus 10 Ländern hatten 16 Wissenschaftler und Vertreter aus den nationalen Gesundheitsorganisationen den Beitrag der Balneotherapie insbesondere im sozialen Umfeld diskutiert und waren dabei interessanterweise übereingekommen den möglichen Nutzen der Balneotherapie nicht nur für den alten Menschen sondern auch für die jüngeren Altersgruppen dabei im Auge zu haben. Man war sich darüber klar daß die Anwendung der natürlichen Ressourcen (Mineralquellen Heilgase thermominerale und klimatische Faktoren) einhergehen müsse mit kurativen präventiven und weiterführenden (promotional) Programmen um die Lebensqualität des einzelnen zu erhöhen. Gleichermaßen seien dafür zusätzlich weitere physikalische diätetische und gesundheitserziehende Methoden erforderlich. Die Arbeitsgruppe kam nach ihren Beratungen u. a. zu folgenden interessanten Schlußfolgerungen: 1. Die Balneotherapie spielt eine bedeutende Rolle im Gesundheitswesen. 2. Nicht nur die medizinische auch die soziale Rolle ist dabei zu beachten. 3. Da Balneotherapie ein multidisziplinäres Gebiet ist sollte sie in verschiedene bei der WHO bereits vorliegende Arbeitsprogramme inkorporiert werden; z. B. Primäre Gesundheitsvorsorge Gesundheitsfürsorge für alte Menschen Vorsorge und Schutz vor Arbeitsunfähigkeit Rehabilitation. 4. Auch die Gegenindikationen einer Balneotherapie seien zu spezifizieren. Zu einem künftigen Arbeitsprogramm gehört nach Ansicht der Tagungsteilnehmer u. a. eine weitere wissenschaftliche Grundlagenforschung in der Balneotherapie und ihre nationale und internationale Verbreitung. Unbedingt sei es erforderlich ein internationales Wörterbuch für die in der Balneotherapie gebräuchlichen Begriffe zu schaffen und schließlich könne die Balneotherapie als Komplementärtherapie oder sogar als eine Alternative zur Pharmakotherapie angesehen werden die zu einer Reduzierung von unerwünschten Nebeneffekten führen könne die bei der Verordnung von Pharmaka besonders beim älteren Menschen möglicherweise auftreten könnten. Zusammenfassend weist der Sitzungsbericht im Hinblick auf künftige Aktivitäten der WHO auf einige Empfehlungen hin von denen hier nur drei der u. E. bedeutungsvollsten aufgeführt seien: 1. Balneotherapie sollte als besonderes Element in eines oder mehrere der bereits vorhandenen Programme der WHO aufgenommen werden. 2. Ein Informationssystem über die Anwendung der Balneotherapie sollte entwickelt werden das sowohl Vor- als auch Nachteile der einzelnen möglichen Methoden beschreiben müßte. 3. Untersuchungen sollten angeregt werden um den Kenntnisstand auf den Gebieten zu vergrößern die die möglichen Vorteile einer Balneotherapie bei degenerativen Prozessen betreffen und die eine Kosten-Nutzen-Verteilung bei der Balneotherapie im Vergleich zu anderen Therapieformen beinhalten. Es ist verständlich daß diese Beschlüsse und Empfehlungen der WHO-Arbeitsgruppe wiederholt auf dem Kongreß der FITEC in Evian erwähnt und ihre Bedeutung für das internationale Bäderwesen hervorgehoben wurden. ___MH


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