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October 2021

Kinesitherapie nach Bandplastik am Kniegelenk1

Journal/Book: Zschr. Physiother. Jg. 27 (1975) 369-370. 1975;

Abstract: Aus der Orthopädischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. sc. med. HELLINGER) der Medizinischen Akademie "Carl Gustav Carus" Dresden 1 Nach einem Vortrag zum Kongreß der Gesellschaft für Physiotherapie der DDR Dresden November 1974 Durch die Zunahme der Sport- und Verkehrsunfälle häufen sich im chirurgisch-orthopädischen Krankengut die frischen oder veralteten einfachen oder kombinierten Knieverletzungen. Zahlreiche operative Verfahren zur primären oder plastischen Wiederherstellung dieser Schäden sind beschrieben. Untersuchungen der letzten Jahre zeigen daß die Rekonstruktion der frischen Bandverletzungen des Knies dem plastischen Ersatz überlegen ist. Beiden gemeinsam ist mit Ausnahme der Bandplastiken nach BRÜCKNER die postoperative Ruhigstellung des Gelenkes mittels Oberschenkelgips für 6 bis 12 Wochen. Aus dieser Behandlung resultieren ungünstige Folgen: 1. Muskelatrophie der betroffenen Extremität. Da die Muskulatur entscheidend zur Stabilität des Kniegelenks beiträgt wird nach Gipsabnahme der Bandapparat unphysiologisch stark beansprucht. Dadurch kann das Operationsergebnis gefährdet werden. 2. Die nach Ruhigstellung immer auftretende partielle Gelenksteifigkeit bedarf längerdauernder physiotherapeutischer Behandlung und läßt sich oft nicht wieder restlos beheben. 3. Hämarthrose und Immobilisation führen zur Knorpelschädigung wie DUSTMANN nachweisen konnte. Damit wird der Entstehung einer praearthrotischen Deformität Vorschub geleistet. Ausgehend von den Erfahrungen bei der funktionellen Nachbehandlung der mit stabiler Osteosynthese versorgten Frakturen und Osteotomien überprüften BURRI und Mitarb. experimentell die Frage ob eine beschränkte Freigabe der Bewegung des operierten Kniegelenks unmittelbar postoperativ erlaubt werden kann, ohne das Operationsergebnis in Frage zu stellen . Auf Grund ihrer Ergebnisse kommen sie zu dem Schluß daß Bandnähte im Bereich des Kniegelenks in einem Bewegungsausmaß von 20 bis 60° Beugung funktionell nachbehandelt werden können. Bei Einhaltung dieses Bewegungsumfangs gerät keine der lege artis durchgeführten Bandnähte unter Spannung. Von HENKEMEYER und BURRI wird klinisch folgendes Vorgehen empfohlen: Nach sorgfältiger Rekonstruktion des rupturierten Bandapparates wird die Extremität postoperativ für 5 Tage auf einer dorsalen Gipsschiene mit einer Kniebeugung von 30° gelagert. ... ___MH


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