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October 2022

Über einige interessante Heil- und Mineralquellen-Fassungen in Algerien und Norditalien

Journal/Book: HEILBAD UND KURORT Heft 2/69 S.22-31. 1969;

Abstract: Dr. K. F r i c k e Krefeld 1. Vorbemerkungen Der Verfasser hatte Gelegenheit im Frühjahr 1968 in kurzer zeitlicher Folge einige Mineral- und Heilquellen in den vermerkten Gebieten zu studieren. Bei der unterschiedlichen technologischen und historischen Struktur dieser Gebiete drängt sich ein Vergleich zwangsläufig auf und ist - wenn auch ± dem zufälligen Reiseverlauf entsprechend - für den Sachkundigen besonders reizvoll. Für die Beurteilung der Situation innerhalb des Bäderwesens in der BRD ergeben sich nach diesen Studienreisen einige zum Nachdenken anregende Aspekte. 2. Algerien 2.1 Allgemeines und geologische Hinweise Die mehr als 100 Mineralquellen in Algerien (Abb. 1) (o. Abb.) sind in hydrogeologischer chemischer und balneologischer Sicht von erheblichem Interesse. Eine zusammenfassende auswertende Übersicht fehlt bisher. Die Veröffentlichung von S. GUIGUE (1940 1947) berücksichtigt im wesentlichen die chemischen Verhältnisse. Kurze Abschnitte über die geologische Situation sind eingeschlossen. In der umfangreichen Arbeit von M. DALLONI (1939) ist den Mineralquellen ein besonderes Kapitel gewidmet. Einzelbeschreibungen sind hier und dort in den zahlreichen Publikationen zum Internationalen Geologenkongreß in Algier 1952 enthalten. Eine amtliche statistische Erfassung im B ä d e r w e s e n war nicht greifbar. Die Badebetriebe bemühen sich vereinzelt um Angleichung an europäische Verhältnisse. Andererseits konnten nahezu mittelalterlich anmutende Kurmethoden beobachtet werden. Die verantwortlichen Stellen sind intensiv bemüht im Zusammenhang mit dem Tourismus auch im Bäderwesen einen höheren Standard zu erreichen. Der Verbrauch an M i n e r a l w a s s e r (Naturbrunnen) ist noch gering (1 l/Kopf/ Jahr; BRD etwa 13 l/Kopf/Jahr). Zur Zeit werden 3 Anlagen betrieben. Der Maschinenpark ist relativ veraltet und wird zur Zeit durch deutsche Firmen ersetzt. Die Fassungsanlagen zeigen deutlich den Einfluß französischer Ingenieure und Techniker (Stollen Galerien). Einige Anlagen fördern aus Tiefbrunnen bzw. Bohrungen. Auf dem Gebiet der Nomenklatur bzw. der Chemie ist ein deutlicher Trend zu den französischen Auffassungen erkennbar. Das "eau-plate" d. h. Mineralwasser mit sehr geringer Mineralisation (z.B. analog Typ "Evian") wird bevorzugt. Das ist einleuchtend wenn man berücksichtigt daß die "Süßwasserversorgung" der Bevölkerung sehr oft aus Anlagen erfolgt die stark mineralisiertes Wasser fördern. So wird beispielsweise das "eau-plate" von Saida für die Zubereitung von Säuglingsnahrung empfohlen. ... ___MH


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