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September 2022

DER WÄRMEAUSTAUSCH ZWISCHEN KÖRPER UND BAD UNTER BESONDERER BERÜCKSICHTIGUNG VERSCHIEDEN TEMPERIERTER MOORBREIBÄDER

Abstract: Aus dem Institut für Medizinische Balneologie und Klimatologie der Universität München Direktor: Professor Dr. med. H. v. Braunbehrens Inaugural - Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde in der gesamten Medizin verfaßt und einer Hohen Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität zu München vorgelegt von Hilde Dömling aus München München 1969 Zusammenfassung 1) Unter einer konstanten Raumtemperatur von 28°C wurden Moorbreibäder von im Mittel 34 8°C 36 6 und 39 2°C durchgeführt. Dabei wurden vor und während des Bades mittels 3 Meßfolien die Wärmestromdichte am Oberschenkel an der Hand und am Bauch gemessen und zur gleichen Zeit Haut- Rectal- und Sublingualtemperatur bestimmt. 2) Die Wärmedurchgangswiderstände wurden anhand der gemessenen Wärmestromdichte der Badtemperaturen der Folientemperatur und der Kerntemperatur berechnet. Es zeigt sich jedoch daß von echten Wärmedurchgangswiderständen frühestens nach 10 Minuten Badezeit gesprochen werden kann und außerdem die sich ändernde Badtemperatur unbedingt berücksichtigt werden muß. 3) Die aufgehobene Verdunstung im Bade vereinfacht die thermischen Austauschvorgänge wobei die thermische Wirkung der Atemwege vernachlässigbar klein wird. 4) Nach dem Eintritt in's Bad treten zunächst thermische Verschiebungsvorgänge auf die jedoch nach unseren Feststellungen nicht wie im Wasserbad als Wärme- bzw. Kältestoß bezeichnet werden können. Nach spätestens 10 Minuten Badezeit tritt ein dynamisches Gleichgewicht ein ausgedrückt durch einen annähernd stationären Wärmestrom pro cm2 Körperoberfläche. 5) Bei einem Moorbreibad von 39 2°C fließt die Wärme ausschließlich vom Bad zum Körper. Bei den Bädern um 34 und 36° wechselt der Wärmestrom seine Richtung während des 20 Minuten dauernden Bades einmal vom Körper zum Bad und zum anderen vom Bad zum Körper. Es ist ein Indifferenzpunkt vorhanden. 6) Bei gleicher Badtemperatur ist die Wärmestromdichte an der Hand am Oberschenkel und am Bauch verschieden groß was auf den Unterschieden der Durchblutung beruht. 7) Die Rectaltemperatur ändert sich während der 20 Minuten dauernden Badezeit kaum auch nicht im Vergleich mit der vor dem Bad gemessenen. 8) Die Sublingualtemperatur lag vor dem Bad und auch während des Bades um 0 2 bis 0 5°C niederer als die Rectaltemperatur. 9) Die Temperaturen des Moorbreies müssen wesentlich höher sein als die des Wasserbades wenn der gleiche Wärmestrom fließen soll. ___MH


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