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September 2022

Ergebnisse Fragestellungen und Anregungen zur Behandlung im Heilklima den deutschen Mittelgebirge*)

Journal/Book: Sonderdruck aus Heilbad und Kurort Heft 8/1969. 1969;

Abstract: Professor Dr. med. W. A m e I u n g Königstein/Ts. **) *) Herrn Dr. H o p m a n n Präsident des Verbandes Deutscher Badeärzte zum 82. Geburtstag am 20. Juli 1969. **) Nach einem Referat vor dem Ausschuß für Heilklimatische Kurorte im Deutschen Bäderverband in Bad Kissingen am 4. Juli 1969. Dr. R. N e u w i r t h hat als erfahrener Fachmann und anerkannter Forscher auf dem Gebiet der Medizin-Meteorologie insbesondere des Kurortklimas überzeugend die Besonderheiten der Gunst heilklimatischer Lagen in den deutschen Heilklimatischen Kurorten verstehend geschildert. Stichwortartig möchte ich aus eigener ärztlicher Empirie und aus einer fast 50jährigen wissenschaftlichen Beschäftigung auch mit der ärztlichen Klimaforschung an dieser Stelle an bekannte aber wenig beachtete Tatsachen erinnern über einige neue Fragestellungen berichten und Empfehlungen für zukünftiges Handeln zur Diskussion stellen1. Die eigentliche Klimabehandlung wird vielfach als nicht genügend wissenschaftlich fundiert betrachtet trotz der hervorragenden medizinmeteorologischen Forschungsergebnisse über die Klimabezirke trotz der vielen humanphysiologischen Untersuchungen und trotz der reichen empirischen Erfahrungen zahlreicher Ärzte im Kurort selbst und in der hausärztlichen Praxis. Man spricht heute exakter von einer Behandlung im Klima als von Klimabehandlung. Nach W. L o e f f I e r 2 dem emeritierten Direktor der Medizinischen Universitätsklinik Zürich einem der angesehensten mitteleuropäischen Internisten bildet "die Klimatherapie einen der Sektoren der Behandlung chronischer Leiden. Sie ist eine Kunst die durch die mächtigen Erfolge medikamentöser Therapie akuten Geschehens in Gefahr steht wenigstens vorübergehend zurückgedrängt zu werden wie überhaupt die Kunst chronische Leiden zu behandeln und zu betreuen manchen jüngeren Ärzten immer mehr zu fehlen droht. Die Erfolge medikamentöser Therapie akuter Krankheiten führten zu einer gewissen Einseitigkeit ärztlicher Einstellung. Dies ist besonders im Interesse der alten Menschen sehr zu bedauern". Das Klima in dem wir behandeln soll weniger schädliche Faktoren als das Heimatklima aufweisen und deutlich umstimmende anregende Einflüsse ausüben. Die Elimination der Schädlichkeiten ist die klimatische Schonung. Diese wird im Vergleich zum Stadt- und Industrieviertel klimabedingt durch 1) wesentlich geringere Luftverunreinigung (diese kann in einzelnen Orten auch im Heilklimaort stark variieren; Klimakurorte können durch entsprechende Anpflanzungen in den Kurortvierteln vor Verunreinigungen die an Stellen starken Verkehrs auftreten geschützt werden) 2) geringe oder fehlende Schwüle 3) seltenere Inversionslagen und 4) Seltenheit sogen. biotroper d. h. den menschlichen Organismus belastender Wetterlagen. Das Klima wirkt zunächst durch eine durch den Klimawechsel bedingte Umstimmung vor allem aber durch die Anregung eines langwirkenden Umwandlungsprozesses im Organismus. Klimawechsel ist nicht allein der entscheidende Heilfaktor. Erforderlich ist vor allem zur Behandlung einer bestimmten Krankheit aber auch zur Beschleunigung langwieriger Rekonvaleszenz oder zur allgemeinen Erholung bei schweren Erschöpfungszuständen ein mindestens 4- besser 6wöchiger Aufenthalt im Heilklima. Die Begriffe Reiz- und Schonklima dürfen nur mit Vorsicht in der Klimabehandlung angewandt werden. So ist z. B. der Wind die windexponierte Lage im Gebirge mit hoher Abkühlungsgröße ein starker Reiz. ... ___MH


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