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September 2022

ELEKTROMYOGRAPHISCHE BEFUNDE AN ATEMMUSKELN UND IHRE BEZIEHUNG ZU ATEMBEWEGUNGEN

Abstract: AUS DEM BALNEOLOGISCHEN INSTITUT DER UNNERSITÄT MÜNCHEN Vorstand: Professor Dr. H. v. Braunbehrens INAUGURAL-DISSERTATION zur Erlangung der Doktorwürde in der gesamten Medizin verfaßt und einer Hohen Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität in München vorgelegt von Wolfgang Michl aus Eger München 1967 Zusammenfassung 1. Es wurde die Änderung der elektrischen Aktivität der Intercostalmuskulatur des Diaphragma des M rectus und der seitlichen Bauchwandmuskulatur in Bezug auf die mechanische Bewegung bei der Atmung untersucht. Die mechanische Bewegung bei der Atmung wurde mit Hilfe einer fortlaufenden Thoraxumfang- und Bauchumfangregistrierung sowie einer spirometrischen Volumenmessung erfaßt. Untersucht wurden Ruheatmung und mittlere und forcierte Atembewegungen an 16 gesunden Versuchspersonen im Alter von 19 - 25 Jahren (9 weibliche 7 männliche) bei 55 Einzelversuchen. 2. Zur Registrierung der elektrischen Aktivität des Diaphragma wurde die Konstruktion einer Sondenelektrode nötig die auch in aktiver Exspiration Aktivität erfaßt und eine große Stabilität der isoelektrischen Linie ermöglicht. 3. Die graphische Beziehung Thoraxumfangänderung / Volumenänderung erlaubte das Zusammenspiel bzw. die relative Beteiligung des Brustkorbes (durch Erweiterung des Thoraxumfanges) und des Diaphragma (durch Erweiterung des Brustraumes nach unten) bei Atembewegungen zu beobachten. Es wurden gleichsinnige Änderungen der elektrischen Aktivität der beteiligten Atemmuskeln mit der mechanischen Bewegungsänderung gefunden. 4. Bei Untersuchungen sakkadierender Inspirations- und Exspirationsbewegungen fanden sich bei Diaphragma und Intercostalmuskulatur Aktivitätsimpulse die vor der mechanischen Bewegung auftreten und schnell wieder erlöschen. 5. Bei der Untersuchung der elektrischen Aktivität bei Atemanhalten in den einzelnen Inspirationsstellungen von der Atemruhelage bis zur maximalen Inspirationslage ergab sich daß diese Aktivität den Inspirationsstellungen einer mit normaler Geschwindigkeit ausgeführten tiefen Inspiration entspricht. 6. Untersuchungen mit statischen Widerständen bei definiertem Druck oder Sog zeigten daß die elektrische Aktivität der Intercostalmuskulatur des Diaphragma und der Bauchmuskulatur abhängig ist von der Größe des statischen Widerstandes und von der Atemruhelage in der die Atemmanöver gegen statische Widerstände ausgeführt werden. 7. Bei Vorschalten dynamischer Strömungswiderstände in den äußeren Atemweg zeigte sich sowohl in Ruheatmung als auch bei tieferen Atembewegungen entsprechend der Größe des vorgeschalteten Widerstandes eine größere elektrische Aktivität. Es wurde kurz auf Unterschiede zwischen Mund- und Nasenatmung eingegangen. 8. Atembewegungen mit verschiedener Atemgeschwindigkeit riefen Aktivitätsänderungen hervor die sich gleichsinnig mit der Atemgeschwindigkeit ändern. 9. Bei Vergleich von Atembewegungen in verschiedener Körperlage fand sich eine weitgehende Abhängigkeit der elektrischen Aktivität der untersuchten Atemmuskeln von der Verschiebung der Atemruhelage bei Lagewechsel wie sie sich in der Änderung des Rumpfumfanges und des Reservevolumens meßbar ergab. Infolge des Wechsels der Körperlage traten Schwierigkeiten auf die sich aus der Änderung der Lage der Elektroden zum elektromyographisch abgegriffenen Muskelteil ergaben. Besonders wirkte sich dieser Umstand beim Zwerchfell aus da bei Wechsel von aufrechter Körperstellung in die Rückenlage ein Hochsteigen der Zwerchfellkuppen von 2 cm erfolgt. Um ein vergleichbares Aktionsstrombild zu erhalten wurde die Konstruktion einer Sondenelektrode mit einer größeren Abgreiffläche nötig. ___MH


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