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January 2020

Ozonverbindungen in Hygiene Therapie und Kosmetik

Journal/Book: Sonderdruck aus PRÄPARATIVE KOSMETIK KÖRPERPFLEGE PARFÜMERIE WIRK- UND GRUNDSTOFFE IN DER PHARMAZIE Heft 4 1. Jahrgang Januar 1965. 1965;

Abstract: Dr. Klaus Gäbelein Ozonverbindungen sind auf ihre pharmakologischen Qualitäten hin bisher nur wenig untersucht worden. Ihre rasche Bildung aus freiem Ozon in gasförmigen Zustand und irgendwelchen ungesättigten Verbindungen auch unserer Haut oder des Blutserums zwingt uns zu der Annahme daß sie in ozonhaltiger Luft also z. B. im Höhenklima in Spuren ständig gebildet werden. Weiterhin muß angenommen werden daß bei pharmakologischen Untersuchungen über die Eigenschaften des Ozons mehr oder weniger auch die der Ozonide mit bestimmt werden da ja die Wirkung des Ozongases von seinen unmittelbar gebildeten Sekundärprodukten nicht getrennt werden kann. Zur Veranschaulichung ihrer raschen Bildung sei auf ein einfaches Experiment hingewiesen: Leitet man nur eine Sekunde lang einen kräftigen Ozongasstrom über die Haut so nimmt diese sofort einen kräftig-herben und lang anhaftenden Geruch nach "Ozon" an. In unserer Nase findet natürlich die gleiche Reaktion statt und unsere Geruchswahrnehmung geringer Ozonkonzentrationen ist der des Hautozonids ziemlich gleich. Trotz der raschen Umsetzungsgeschwindigkeit im allgemeinen reagieren aromatische Doppelbindungen mit Ozon deutlich schwerer. Verbindungen die außerdem noch Aminogruppen enthalten werden bei ihrer Ozonisation sofort weiter abgebaut. Ein Ozonid kann in solchen Fällen nicht erfaßt werden. Folglich kommt es im physiologischen Milieu in erster Linie zur Ozonidbildung ungesättigter Fettsäuren Carotinoiden und gegebenenfalls ungesättigter Terpene. Zunächst aber erst einiges über die chemische Struktur des Ozonids. Die Struktur der Ozonverbindungen Nach H a r r i e s und S t a u d i n g e r reagiert eine Äthylendoppelbindung mit Ozon in folgender Weise: (ohne) Der Reaktionsablauf entspricht aber nicht dieser Gleichung. C r i e g e e und S c h r ö d e r1) konnten den Nachweis erbringen daß sich zunächst ein höchst unbeständiges Primärozonid bildet das in einem Falle bei - 75°C isoliert werden konnte. Wenig oberhalb dieser Temperatur lagert sich diese Verbindung in ein ebenfalls nur sehr kurzlebiges "Zwitterion" (III) um. Jetzt O O O ( + ) ( - ) - C - C- - C - O - O - C - O - OH - C - O - O - C O O O alk alk H Primärozonid Zwitterion Acetalperoxyd Acetaldiperoxyd II III IV V alk = Alkoholrest können zwei verschiedene Reaktionsweisen ablaufen. Wurde nämlich in inertem Lösungsmittel gearbeitet so vereinigt sich das Zwitterion mit dem kurz vorher abgestoßenen Aldehyd zum normalen Ozonid (I). In alkoholischen Lösungsmitteln geht jedoch auch dieses mit in die Reaktion ein. Es bilden sich jetzt keine Ringe sondern Kettenverbindungen die Acetalperoxyde bzw. Acetaldiperoxyde (IV V). ... ___MH


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