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October 2021

Die Funktion der Lungenmuskulatur und der Oberflächenspannung in den Alveolen und ihre Bedeutung für den Alveolarspasmus.*

Journal/Book: Sonderabdruck aus "Ärztliche Wochenschrift" 8. Jahrg. Heft 18 1953. Springer-Verlag Berlin - Göttingen - Heidelberg.. 1953;

Abstract: Von Dr. WILHELM BANGE Oberarzt. Aus der Chirurgischen Abteilung des St. Gertrauden-Krankenhauses Berlin-Wilmersdorf (Chefarzt: Professor Dr. W. BLOCK.) Ergebnisse. 1. Die glatte Lungenmuskulatur gehört zum normalen anatomischen Bild der Lunge. Ihre motorischen Fasern erhält sie vom Vagus. Mit der dadurch gekennzeichneten Zugehörigkeit zum parasympathischen System hat sie im CANNONschen Sinne eine Schutzaufgabe. 2. Als Tonusmuskulatur muß sie auch eingespannt in die rhythmisch ablaufenden Lebensvorgänge selbst zu rhythmischen mit der Aus- und Einatmung schwankenden Tonusänderungen fähig sein. 3. Durch ihre Kontraktion während der Inspiration schützt sie die Lunge gegen Überdehnung. Während der Exspiration erschlafft der Tonus. 4. Im Gegensatz zu den Ansichten v. HAYEKS kann die Kontraktinn der Muskulatur am Ductus alveolaris auf Grund des steilen schraubenförmigen Verlaufes diesen Gang nur verkürzen und erweitern. Darin wird eine sinnvolle Teilaufgabe der Muskulatur gesehen. 5. Die Lungenmuskulatur kann nie das Substrat sein das der Träger der Atelektase ist erstens weil ihre Kontraktinn in der Einatmungsphase erfolgt und zweitens weil auch die curarisierte Lunge trotz Muskellähmung zu Atelektasenbildung fähig ist (NIEDNER). 6. Die Atelektase ist immer ein sympathischer Effekt und beruht auf der Wirksamkeit der Oberflächenspannung in den Alveolen und Ductus alveolares (v. NEERGARD). Diese schwankt stoffwechselgemäß und unterliegt daher den vegetativen Rhythmusgesetzen. 7. Atelektase Kontraktionsatelektase oder Lungenkrampf beruhen nicht auf muskulärer Kontraktion. Deshalb Wiederholung meines früheren Vorschlages zu diesen Vorgängen Alveolarspasmus zu sagen. 8. Die sympathisch getragene Oberflächenspannung und die parasympathisch getragene Tonuszunahme der Lungenmuskulatur beeinflussen sich gegenseitig. ___MH


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