Heilpflanzen-Welt - Die Welt der Heilpflanzen!
Heilpflanzen-Welt - Natürlich natürlich!
July 2021

Das normale luftelektrische Potentialgefälle in München 1906 -1925

Journal/Book: Sitzungsberichte der Königlich Bayrischen Akademie der Wissenschaften Mathematisch - physikalische Klasse Sonderdruck aus Jahrgang 1928. 1928;

Abstract: Vorgelegt von A. Wilkens in der Sitzung am 14. Januar 1928. 1)St. Meyer u. E. Schweidler Radioaktivität. 2. Aufl. Leipzig 1927 S. 449. 2) Die zum Polonisieren nötige Radiobleinitratlösung verdanke ich Herrn Prof. K. Fajans. Die luftelektrische Beobachtungsstelle der Erdphysikalischen Warte bei der Sternwarte in München verdankt ihre Errichtung und ihren Fortbestand der Anregung und den wiederholten Zuwendungen der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Neben anderen luftelektrischen Untersuchungen wurden auch die Aufzeichnungen des Potentialgefälles während der ersten 5 Jahre (1905 5-1910 5) in den Sitzungsberichten der genannten Akademie veröffentlicht (Sitz.-Ber. d. Bay. Akad. d. Wiss. Math.-phys. Kl.1911 S. 305). Hier finden sich auch ausführliche Angaben über die Einrichtung der Warte und über das Verfahren das bei der Auswertung der Aufzeichnungen angewendet wird. Wesentliches wurde an der Apparatur nicht geändert. Nur die Tragvorrichtung des Polonium-Kollektors mußte verbessert werden. An Stelle der schadhaft gewordenen Bambusstange kam ein gezogenes schwarz emailliertes Aluminiumrohr von 30 mm Außendurchmesser und 1 mm Wandstärke; an Stelle der Hartgummiträger kräftige Zylinder aus echtem Bernstein die zum Zwecke des Staubschutzes ähnlich wie früher eingekapselt sind. Die Lage der Potentialsonde im Raum ist dabei die gleiche geblieben. Die neue Vorrichtung hat sich in nunmehr 16 jährigem Betrieb vorzüglich bewährt. Der Kollektor wurde vierteljährlich nach dem Verfahren von E. Paneth1) neu polonisiert2). Seine praktische Ladungsdauer beträgt 1/2 bis 3/4 Min. Der R e d u k t i o n s f a k t o r wurde alle 2 bis 3 Jahre an mehreren heiteren Tagen durch längere Messungsreihen auf einer Wiese ca. 300 m nordöstlich der Sternwarte bestimmt. Hierzu dienten bis zum Jahre 1920 zwei Flammenkollektoren in der früher beschriebenen Anordnung. Nachdem aber ausgedehnte Vergleichsmessungen im freien Felde erwiesen hatten daß der bequemer zu handhabende Hoffmannsche Wasserkollektor mit Bodenisolator ebenso genaue Messungen ermöglicht wurde nur mehr dieser Apparat in Verbindung mit dem einfachen Saitenelektrometer verwendet. Der Reduktionsfaktor beträgt 1.14 d. h. die vom B e n n d o r f s c h e n selbstregistrierenden Elektrometer jeweils angezeigte Spannung gegen Erde in Volt ist mit 1.14 zu multiplizieren um das gleichzeitig in der freien Ebene bestehende Potentialgefälle in Volt/m zu erhalten. ... ___MH


Search only the database: 

 

Zurück | Weiter

© Top Fit Gesund, 1992-2021. Alle Rechte vorbehalten – ImpressumDatenschutzerklärung