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August 2021

Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung der Folgeschäden bei Diabetes mellitus: Modellprojekt in Wolfsburg

Journal/Book: Z. ärztl. Fortbild. Qual.sich. (ZaeFQ) (2000) 94: 411-416. 2000;

Abstract: Dr. med. Monika Grüßer Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in der BRD Projektbüro für Schulungsprogramme Köln Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland Projektbüro für Schulungsprogramme Köln Klinik für Stoffwechselkrankheiten und Ernährung (WHO Collaborating Center for Diabetes) der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Zusammenfassung In Wolfsburg wird die Einführung einer jährlichen Vorsorgeuntersuchung bei Diabetes zur Früherkennung der Folgeschäden des Diabetes erprobt. Im Rahmen eines Modellversuchs erhalten Internisten Allgemeinmediziner und Praktische Ärzte für die Dokumentation der Untersuchungen auf Folgeschäden des Diabetes mellitus insbesondere der diabetischen Neuropathie und Nephropathie eine spezielle Vergütung. Ophthalmologen wird die Dokumentation der Befunde zur diabetischen Retinopathie ebenfalls vergütet. Die Patienten erhalten eine Kopie der Befunde. 1.563 Patienten (2 57 % der 60.800 Versicherten der VW Betriebskrankenkasse) wurden ophthalmologisch und 1.554 Patienten (2 6 %) hausärztlich untersucht. Insgesamt führten 58 Praxen die Vorsorgeuntersuchungen durch. Mittels Fundoskopie wurden folgende Befunde an 2.879 Augen ermittelt: 80 9 % wiesen keine Retinopathie auf 14 1 % eine milde oder moderate Retinopathie 3 3 % eine schwere nichtproliferative Retinopathie und 1 3 % eine proliferative Retinopathie. 32 Amputationen wurden dokumentiert. Drei Amputationen hiervon waren nicht diabetesbedingt. Fußulcera wurden bei 32 Patienten (75 % Männer) diagnostiziert. Das Modellprojekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Prozeß- und Ergebnisqualität der Diabetestherapie. Es ermöglicht basierend auf populationsbezogenen Daten zur Versorgungsqualität einen Einstieg in ein rationales Diseasemanagement insbesondere der Tertiärprävention bei Diabetes mellitus. Abstract Annual screening to detect diabetic complications. A model project in Wolfsburg Germany In the city of Wolfsburg an annual screening to detect diabetic complications was introduced. In this model project internists and general practitioners were remunerated for the documentation of diabetic complications. Ophthalmologists were remunerated for the documentation of screening for diabetic eye disease. The patients received a copy of the results. 1 563 patients (2.57 % of 60 800 persons insured by the Volkswagen health insurance in the city) received ophthalmologic examination. 1 554 patients (2.6 %) were examined by internists and general practitioners (58 practices). Out of 2 879 eyes examined in no retinopathy was detected 80.9 %. In 14.1 % mild or moderate retinopathy was observed as well as 3.3% severe non-proliferative retinopathy and 1.3 % proliferative retinopathy. 32 amputations were documented. Three of them were not related to diabetes. 32 patients had diabetic foot ulcers (75 % males). The implementation of screening for diabetic complications was very successful. Based on the results an evidence based disease management programme can be started focussing especially on improved tertiary prevention of diabetic complications. Key words: diabetic complications; check-up; diabetic retinopathy; diabetic neuropathy; diabetes related foot ulcers; amputations wt

Keyword(s): Folgeschäden bei Diabetes mellitus; Vorsorgeuntersuchung; diabetische Retinopathie; diabetische Neuropathie; diabetesbedingte Fußulcera; Amputationen


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