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October 2021

Sind Einfachmessverfahren für die N02-Messungen in Kurorten geeignet?

Journal/Book: Heilbad & Kurort 52 4/00 S. 90-92. 2000;

Abstract: Dr. Eckart Schultz Deutscher Wetterdienst Freiburg In den deutschen Kurorten wird zur Qualitätssicherung der Kur u. a. die Luftqualität untersucht. Traditionell werden dafür Einfachmessverfahren in Form von Passivsammlern eingesetzt. Mit diesen Verfahren kann die mittlere wöchentliche Grobstaub- und NO2-Belastung bestimmt werden. Die Beurteilung der Luftqualität erfolgt durch den Vergleich mit sog. Richtwerten. Nutzungsabhängig stellen diese Richtwerte unterschiedlich hohe Anforderungen an die einzelnen Ortsbereiche eines Kurortes. Der Bezugszeitraum beträgt dabei ein Jahr (Langzeit-Richtwert) bzw. eine Woche (Kurzzeit-Richtwert) d. h. mit diesen Richtwerten ist die gemessene mittlere jährliche bzw. die wöchentliche NO2-Belastung zu vergleichen. Als Passivsammelverfahren für NO2 hat sich die Diffusionsröhrchenmethode nach Palmes unter der Voraussetzung bewährt dass die Probenahmeröhrchen ausreichend gegen Wind und Wetter geschützt werden. Ohne diesen Wetterschutz können erhöhte Werte auftreten. Dies gilt insbesondere für windexponierte Standorte bzw. Kurorte. Auch durch Sonneneinwirkung oder Taubildung kann es zu einer Verfälschung der Messergebnisse kommen. Als geeignetes Schutzgehäuse ist deshalb das Sigma-2 Gerät in Gebrauch (Abb. 1). Es konnte jedoch nicht ausgeschlossen werden dass durch dieses Schutzgehäuse die Empfindlichkeit der NO2-Messung beeinträchtigt wird. In einem Feldversuch wurden daher unter praxisnahen Bedingungen die Verfahrenskenngrößen der Diffusionsröhrchenmethode bestimmt und Vergleichsmessungen mit kontinuierlich arbeitenden Immissionsmessgeräten durchgeführt. Die Ergebnisse sollten Aufschluss darüber geben ob (1) die Nachweisempfindlichkeit für die Messung von Hintergrundskonzentrationen ausreicht (2) der Unsicherheitsbereich die Unterscheidung der nutzungsabhängigen Richtwerte sicher zulässt und (3) eine hinreichende Übereinstimmung mit kontinuierlichen Messungen gegeben ist. Die Ergebnisse lieferten die Grundlage für die Zulassung des Verfahrens durch die zuständigen Ausschüsse des Deutschen Bäderverbandes. Auch bei der Neufassung der Begriffsbestimmungen und der Durchführungsbestimmungen (Anhang) zur Bewertung des Bioklimas und der Luftqualität wurden diese Ergebnisse bei den Empfehlungen zur Messmethodik berücksichtigt und sollen im Folgenden nochmals vorgestellt und erläutert werden. 1. Methodik Zur Erfassung der NO2-Konzentration in der Außenluft wurde ein modifiziertes Diffusionsröhrchen nach Palmes verwendet. Dieses besteht aus einem Glasrohr das auf der einen Seite mit einem abziehbaren Stopfen und auf der anderen Seite mit einer festsitzenden Kappe verschlossen ist. In die Kappe sind drei Netze eingelegt die für die Messung mit einem Gemisch aus Triethanolamin und Aceton im Verhältnis 1:2 getränkt werden. ... wt


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