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September 2022

Chemische Wirkungen von Sole und Meerwasser beim Baden

Journal/Book: IMBK München. ?;

Abstract: Institut für Medizinische Balneologie und Klimatologie der Ludwig- Maximilians- Universität München München Die Anwendung von Nordseewasser Sole Salzlösungen oder des Wassers vom Toten Meer hat bei der Behandlung von Hautkrankheiten und bei der Behandlung von Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises eine alte Tradition. Die Sole wird dabei entweder allein oder bei Hautkrankheiten in Kombination mit UV- Licht oder durch das Baden im Meerwasser zusammen mit ausgiebiger Sonnenbestrahlung verwendet. Zur Behandlung von Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises dienen vor allem die warmen Solebäder. Ist es nur das UV- Licht oder nur die Wärme oder wirken nur die hohen Konzentrationen das sind die anstehenden Fragen bei der immer noch nicht beendeten kontroversen Diskussion über die Wirksamkeit dieser Bäder. Die unterschiedliche chemische Zusammensetzung der Wässer trotz gleicher Indikation läßt vermuten daß eine spezifische Wirkung einzelner chemischer Inhaltsstoffe nicht besonders bewertet werden muß. Es handelt sich also vorwiegend um die Konzentration aller Bestandteile d.h. ihre gemeinsame osmotische Wirkung. Zumindest ist die perkutane Resorption der Ionen Natrium Kalium Bromid Chlorid Sulfat oder Magnesium so gering im Vergleich zu ihrem natürlichen Bestand im Organismus daß ihnen keine Bedeutung zugesprochen werden kann. Das geht aus Untersuchungen von DIRNAGL; PRATZEL und SHANI et al. hervor. Wenn auch eine Erklärung über den Mechanismus der Solewirkung derzeit nicht möglich ist so gibt es doch eine Reihe von Arbeiten die die systemische Wirksamkeit von Solebädern belegen. Von MACHTEY wurden Studien bei Arthrosen durchgeführt. Er stellte eine schlechte Wirksamkeit mit 0 5%iger Sole fest während 2%ige und 7 5%ige Sole gleich gute Behandlungserfolge erbrachten. ENGEL behandelte hartnäckige HWS- LWS- und Schulter/Arm- Syndrome mit teilweise Gon- und Coxarthrosen mit Sole mit guten Erfolg. Über eine Turgorherabsetzung paralumbal durch Solebäder berichteten ERBE und RUSCH. SCHMIDT und ECKE beschrieben eine antiphlogistische Wirksamkeit mit einem Maximum bei 5%iger Sole. Eine erhöhte Durchblutung oder Hauttemperatur nach Solebädern konnten SCHNIZER und auch SCHMIDT und KISSELBACH nicht feststellen.

Keyword(s): Sole und Meerwasser


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