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October 2021

Die Rolle der Angehörigen bei chronischen Krankheiten

Journal/Book: Z Rheumatol 1999; 58 Suppl. 1: I/13 (S 22). 1999;

Abstract: G. Wilz E. Brähler Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und Psychosomatische Medizin Selbständige Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie Universität Leipzig Chronische Krankheiten haben nicht nur Auswirkungen auf Befindlichkeit und Lebensqualität der Patienten sondern auch auf das soziale Umfeld. Durch die chronische Erkrankung entstehen Belastungen für die Angehörigen die als chronischer Stressor bezeichnet werden können. Dieser kann bedeutsame Auswirkungen auf die Gesundheit das Wohlbefinden und die Lebenszufriedenheit der Bezugspersonen haben. Angehörige von chronisch Erkrankten können somit als Risikogruppe für die Entwicklung physischer und psychischer betrachtet werden. In diesem Beitrag werden Studienergebnisse aus den Bereichen chronischer Schmerz und dementielle Erkrankung referiert. Die Befunde verdeutlichen ein erhöhtes Ausmaß an depressiven Störungen und psychosomatischen Beschwerden bei den betroffenen Angehörigen. Berücksichtigt man darüber hinaus die Befunde zum Einfluß sozialer Unterstützung auf den Genesungsprozeß und Rehabilitationserfolg so sind Interventionen zur Stärkung dieser Einflußgröße von hoher Relevanz. Neben der Darstellung der Belastungsfolgen wird ein Konzept zur Gruppenarbeit mit pflegenden Angehörigen von Demenzkranken vorgestellt und dessen Übertragbarkeit und Integration in den Bereich der Rehabilitation diskutiert. Als Ziele der Intervention sind die Stabilisierung des Gesundheitszustandes die Vermeidung von Erkrankungen und die Verbesserung der Bewältigung der Situation für die Angehörigen hervorzuheben. Desweiteren sind positive Effekte auf die Befindlichkeit der Patienten beabsichtigt. Die Erläuterung des therapeutischen Vorgehens berücksichtigt die Darlegung der theoretischen Grundlagen und Inhalte sowie die Umsetzung der Interventionen. Informationen bezüglich des Settings wie z. B. Dauer Intensität und Frequenz der Intervention der Zusammensetzung der Gruppen des Therapiemoduls und des zeitlichen therapeutischen Verlaufs werden gegeben. Die Praxiserfahrungen zeigen neben den positiven Effekten auf die psychische Gesundheit und auf die Bewältigung der Situation auch eine gelungene Überführung der Angehörigengruppe in eine Selbsthilfegruppe und damit die Entwicklung von Selbsthilfepotentialen. le


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