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October 2021

Eßstörungen im Jugendalter: die Warnzeichen H. Remschmidt zu Bulimie und Anorexie

Journal/Book: MMW-Fortschr. Med. - Nr. 25/ 1999; S. 56/ 372 - 57/ 373; (141 Jg.). 1999;

Abstract: Prof. Dr. Dr. Remschmidt H.; Marburg Mädchen die unter Eßstörungen leiden kreisen in ihren Gedanken fast nur noch um Gewichtsabnahme Figur und Hunger. Bei der Therapie sowohl der Anorexia nervosa als auch der Bulimie kommt es darauf an frühzeitig einzugreifen um eine Chronifizierung oder Komplikationen zu vermeiden. Eines der hartnäckigsten Probleme stellt dabei die sogenannte Körperschemastörung dar die bewirkt daß die Patientinnen trotz erheblicher Abmagerung nicht einsehen können daß sie ernsthaft krank sind. Anorexia nervosa und Bulimia nervosa sind typische und häufige Erkrankungen in der Adoleszenz die in den letzten Jahren vermehrte Aufmerksamkeit in der Praxis aber auch in der Forschung erfahren haben. Sie werden landläufig als "Eßstörungen" zusammengefaßt und treten in der Regel nach der Pubertät erstmalig auf mit ansteigender Tendenz in der frühen Adoleszenz. Zwar existiert auch die präpuberale Anorexia nervosa; sie ist jedoch weitaus seltener als jene Form die sich nach der Pubertät manifestiert. Obwohl jeder Kliniker den Eindruck hat daß beide Erkrankungen in den letzten 20 Jahren signifikant zugenommen haben kann dies lediglich für die Bulimia nervosa uneingeschränkt gelten während die Ergebnisse der epidemiologischen Forschung hinsichtlich der Anorexia nervosa unterschiedlich sind. Beide Erkrankungen stellen schwerwiegende Probleme und Herausforderungen für die Ärzteschaft dar denen wir uns stellen müssen. Die neuere Forschung hat eine Vielzahl von Ergebnissen erbracht die uns dem Verständnis dieser beiden Störungen entscheidend nähergebracht sich jedoch noch nicht hinreichend in effektiven therapeutischen Vorgehensweisen niedergeschlagen haben. Anorexia nervosa Unter Anorexia nervosa versteht man eine überwiegend bei Mädchen in der Präpubertät und Pubertät auftretende und von psychischen Faktoren abhängige extreme Gewichtsabnahme bzw. Verweigerung der Nahrungsaufnahme die von der Befürchtung begleitet ist zu dick zu werden. Neuere Untersuchungen zur Häufigkeit ergeben eine Quote von 1 : 150 bis 200 weibliche Jugendliche. Die Erkrankung kommt auch bei Jungen vor allerdings viel seltener. Unter 100 Erkrankten sind 95 bis 96 Mädchen und 4 bis 5 Jungen. ... ab


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