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October 2021

Migränetherapie in der Schwangerschaft Paracetamol trägt die Akuttherapie

Journal/Book: MMW-Fortschr. Med. - Nr. 36/ 1999; S. 48/ 572 - 50/ 574; (141 Jg.). 1999;

Abstract: Dr. med. Pfaffenrath V.; München Vielen Migränepatientinnen geht es in der Schwangerschaft besser. Ist dies nicht der Fall kann man nur auf ein begrenztes therapeutisches Arsenal zurückgreifen. Eine Prophylaxe ist nur eingeschränkt möglich eine Anfallstherapie vorwiegend mit Paracetamol. Der Zusammenhang zwischen Migräne und weiblichen Geschlechtshormonen wird illustriert durch das Überwiegen der Migräne bei Frauen gegenüber den Männern im Verhältnis 2 5:1 den Einfluß von oralen Kontrazeptiva die menstruelle Gebundenheit der Attacken bei zirka 7% der Migränikerinnen und den überwiegend positiven Verlauf der Migräne während der Schwangerschaft. Epidemiologie Während des zweiten und dritten Schwangerschaftstrimenons soll ein hoher Prozentsatz von Migränepatientinnen beschwerdefrei werden; dies gilt insbesondere für Frauen mit einer menstruellen Migräne in der Anamnese oder dem ersten Auftreten der Migräne während der Menarche. Allerdings tritt bei manchen Patientinnen auch eine Verschlechterung der Migräne auf vor allem im ersten Trimenon. Dieser Zeitraum kann beim erstmaligen Auftreten einer Migräne in der Schwangerschaft bevorzugt sein wobei die Migräne mit Aura überwiegen soll. Kontrovers wird diskutiert ob besonders die Migräne mit Aura durch eine unveränderte Attackenfrequenz oder sogar eine Zunahme der Attacken während der Schwangerschaft gekennzeichnet ist. Eine Besserung bzw. komplette Rückbildung betrifft 55-90% der Migränepatientinnen 25% sollen keine Veränderungen der Attackenfrequenz aufweisen. Pathophysiologie Die Besserung einer Migräne während der Schwangerschaft und die mögliche Verschlechterung post partum sollen auf dem gleichmäßig hohen und stabilen Östrogenspiegel während der Schwangerschaft und dessen raschem Abfall danach beruhen. Ein ähnlicher Mechanismus soll der menstruellen Migräne zugrunde liegen bzw. der erhöhten Migräneinzidenz unter Ovulationshemmern und bei Östrogensubstitution in der Menopause. Andere Hypothesen betreffen Änderungen des Serotonin-Metabolismus während bzw. erhöhte Endorphinspiegel in den beiden letzten Trimestern. Der Einfluß von Prolaktin als Trigger von Migräneattacken post partum wird kontrovers diskutiert. Therapie Üblicherweise können eine sachliche ärztliche Aufklärung in Kombination mit nichtmedikamentösen Maßnahmen (Schlafen Massage Biofeedback Eis) eine ausreichende Kupierung der Migräneattacke bewirken. Medikamentöse Maßnahmen sollten auf die Migränepatientinnen beschränkt bleiben die über das erste Trimenon hinaus häufige und schwere Attacken mit Erbrechen und Dehydration aufweisen. ... ab


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