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October 2021

Therapie der allergischen Rhinitis: Das empfehlen US-amerikanische Experten Antihistaminika der 1. Generation in der Kritik

Journal/Book: MMW-Fortschr. Med. - Nr. 44/ 1999; S. 46/ 764 - 48/ 766; (141 Jg.). 1999;

Abstract: Nach: HNO-Nachrichten 3/ 1999 S. 33 - 34 Die American Academy of Allergy Asthma and Immunology (AAAAI) hat zusammen mit dem American College of Allergy Asthma and Immunology (ACAAI) Richtlinien zur Diagnose und zur Behandlung der allergischen Rhinitis herausgegeben. Die Empfehlungen sollen vor allem einer fatalen Rückwärtsentwicklung in der medikamentösen Versorgung von Patienten mit allergischer saisonaler Rhinitis entgegenwirken. Die Richtlinien geben sich zunächst streng wissenschaftlich: Alle Empfehlungen basieren auf international anerkannten wissenschaftlichen Studien. Dies ist aber nur ein Aspekt - zielen die getroffenen Aussagen doch auch auf ein sich veränderndes politisches Umfeld. Denn die Health Maintenance Organisations setzen die US-Ärzte unter Druck aus Gründen des Cost-Containments vermehrt wieder Antihistaminika der ersten Generation zu verordnen. Diese Praxis wird jedoch von AAAAI und ACAAI in dem Richtlinienpapier offen abgelehnt. Kausaler Faktor für tödliche Verkehrsunfälle Die Richtlinien stellen klar: Antihistaminika der zweiten Generation sind Mittel der ersten Wahl bei der Behandlung der allergischen Rhinitis. Die mit der Einnahme von Antihistaminika der ersten Generation verbundenen Risiken seien nicht hinnehmbar. Verschiedene Studien hätten gezeigt daß diese Substanzen als "kausaler Faktor für tödliche Verkehrsunfälle" einzustufen sind. Unter einer Medikation mit den H1-Blockern der ersten Generation sei das Risiko von Unfällen am Arbeitsplatz sogar höher als nach der Einnahme von Narkotika und sedativ wirkenden Hypnotika. Bei Kindern kann es unter der Therapie mit Antihistaminika der ersten Generation zu Lernstörungen kommen. Das Tückische: Viele Patienten spüren die Einschränkungen der Leistungsfähigkeit nicht und überschätzen sich deshalb. Hinzu kommt daß die gleichzeitige Einnahme von anderen zentral aktiven Substanzen wie Alkohol Schlafmitteln und Antidepressiva die negativen Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit potenziert. Eine Absage wurde auch der Strategie erteilt aus Kostengründen Antihistaminika der ersten und zweiten Generation miteinander zu kombinieren. So ist es in den USA Usus dem Patienten für den Morgen ein nicht-sedierendes Mittel der zweiten Generation zu verordnen und ihn abends ein Mittel der ersten Generation einnehmen zu lassen. Dies sei Unsinn weil die Sedation bis in den nächsten Tag nachwirke. ... ab


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