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October 2021

Beratung vor und in der Schwangerschaft Folge 3: Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels und der Schilddrüsenfunktion

Journal/Book: MMW-Fortschr. Med. - Nr. 45/ 1999; S. 53/ 797 - 54/ 798; (141 Jg.). 1999;

Abstract: Dr. med. Kai Hertwig Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Klinik für Geburtsmedizin Prof. Dr. med. J. W. Dudenhausen (Direktor) Universitätsklinikum Charite Campus Virchow-Klinikum Berlin Diabetes mellitus - Schwangere Diabetikerinnen sind Risikoschwangere. - Entbindung sollte im Perinatalzentrum erfolgen. Risiko für das Kind: - Fehlbildungsrate zwei- bis vierfach erhöht (bedingt durch prägravide Einflüsse). - Makrosomie und diabetische Fetopathie (Reaktion auf intragraviden Blutzuckerspiegel). Forderungen: 1. Präkonzeptionelle Blutzuckernormalisierung zur Senkung der Fehlbildungsrate. 2. Intragravide Blutzuckernormalisierung zur Senkung der Makrosomierate. Prozedere: - Sorgfältige Planung der Schwangerschaft einer Diabetikerin in Kooperation mit dem betreuenden Diabetologen. - Präkonzeptioneller HbA1c-Wert < 7% Blutzuckertagesprofil zwischen 75 und 140 mg/dl. - Möglichst sichere Kontrazeption bis zur Blutzuckernormalisierung. - Falls keine befriedigende Einstellung möglich Beratung über das Fehlbildungsrisiko und Entscheidung der Frau über die Schwangerschaft. Kein prinzipielles Abraten von der Schwangerschaft sinnvoll. (HbA1c > 10% bedingt bis zu 20% Fehlbildungen Werte zwischen 8 und 10% bis zu 10% Fehlbildungen.) - Verwendung oraler Antidiabetika (Biguanide oder Sulfonylharnstoffe) bei Typ-2-Diabetikerinnen nur unter sicherer Kontrazeption. Falls Schwangerschaft unter Einnahme aufgetreten sofortige Umstellung auf Insulin. Der Zusammenhang Gestationsdiabetes und Fehlbitdungsrate ist unklar. Die erhöhte Fehlbildungsrate ist wahrscheinlich bedingt durch bereits vor der Schwangerschaft bestehende nicht diagnostizierte hyperglykäme Zustände. Eventuell ist ein präkonzeptionelles Screening bei Risikogruppen sinnvoll (Adipositas familiäre Belastung belastete geburtshilfliche Anamnese). Hypoglykämien werden nicht mehr als ursächlich für Fehlbildungen angesehen nur Hyperglykämien. Schilddrüsenfunktionsstörungen - T3 und T4 sind für die normale fetale Entwicklung speziell des ZNS unerläßlich. - Risiko für Fehlbildungen bei mütterlicher Hyperthyreose und für angeborene Hypothyreose bei mütterlicher Hypothyreose. - T3 und T4 passieren nicht die Plazentaschranke wohl aber Jodid TRH TSI (thyreoideastimulierende Immunglobuline) und Thionamide. Mütterliche Hypothyreose - Senkung der Fertilität. - Kein fetales Risiko im Falle einer Schwangerschaft; Voraussetzung: Substitutionstherapie wird fortgeführt und an die TSH-Spiegel angepaßt. - Fetale Hypothyreose ist entweder ein angeborener Defekt (Athyreose 1 : 3000 Jodfehlverwertung seltener) oder bedingt durch eine Jodmangelernährung der Mutter (Grad 2 und 3 bis zu 60% der Bevölkerung in Jodmangelgebieten). ... ab


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