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May 2022

Generaldiskussion

Journal/Book: Z. Phys. Med. 19 354-358 (1990). 1990;

Abstract: Generaldiskussion Moderation: G. HILDEBRANDT (Redaktion: CHR. GUTENBRUNNER und G. HILDEBRANDT) Moderator: Mir ist aufgefallen daß die physiologischen Grundlagen die heute eingangs dargeboten wurden noch nicht voll abgestimmt sind auf die Bedürfnisse die vom Standpunkt der Kurmedizin bestehen. Im Verlauf einer Kurbehandlung treten wesentliche Veränderungen im autonomen System auf die zu einer Steigerung von Funktionsökonomie und Regulationsqualität führen. Ich bitte daher noch einmal zu der Frage Stellung zu nehmen ob wir auch beim Immunsystem eine abgestuft hierarchische Gliederung vorfinden die es möglich macht zu verstehen daß im Rahmen einer Steigerung der Funktionsökonomie auch Veränderungen der Immunleistungen auftreten die - ähnlich wie im vegetativen System - nur unter der Vorstellung einer hierarchischen Struktur des Immunsystems verständlich werden. Hartmann: Ich möchte mich da vorsichtig ausdrücken. Ich glaube aber schon daß sich bei einer Besserung des Befindens eines Patienten während der Kurbehandlung auch sein Immunsystem verbessert. Ich bin allesdings nicht sicher ob mit den Parametern die bisher untersucht werden direkte Aussagen im Einzelfall gemacht werden können. Untersuchungen der Lymphozytensubpopulationen im zirkulierenden Blut sind zwar wichtig und interessant sie können aber meines Erachtens vorläufig noch nicht genügende Aussagen machen über das was wirklich in situ z. B. in einem entzündlichen Gelenk oder an der Blasenwand stattfindet. Es ist aber sicher ein richtiger Anfang die Verbesserung eines T4/T8-Verhältnisses bei Patienten zu beobachten gleichgültig ob diese durch die Veränderung der Umgebung oder das Abklingen der Erkrankung hervorgerufen wird. Moderator: Ich halte es für besonders verdienstvoll daß auf die Gefahren hingewiesen wird die durch einen zwangsläufig reduktionistischen Zugriff zum Immunsystem gegeben sind. Das Immunsystem wird häufig als ein vernetztes System (Netzwerk) dargestellt. Dies bedeutet daß alles mit allem verbunden ist und aufeinander wirken kann. Diese Modellvorstellung ist aber nicht ausreichend denn die Systeme sind in der Regel hierarchisch organisiert. Hartmann: Ich möchte noch einmal auf das in situ-Geschehen hinweisen das durch eine Untersuchung der zirkulierenden Zellen im Blut nur zum Teil reflektiert wird. Es ist z. B. bekannt daß bei einer multiplen Sklerose zytotoxische T-Lymphozyten eine Rolle spielen diese Zellen sind aber nur in wenigen Fällen im peripheren Blut nachweisbar während sich die Mehrzahl dieser Zellen im Sklerose-Herd befindet. Moderator: Ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt . . .


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