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May 2022

Neue Möglichkeiten der Glukokortikoidtherapie innerer Erkrankungen

Journal/Book: Z. ärztl. Fortbild. 84 (1990) 295-297. 1990;

Abstract: Dr. med. Gerhard Böttger Klinik für Innere Medizin Küchwald (Chefarzt: OMR Prof. Dr. sc. med. S. Zimmermann †) des Bezirkskrankenhauses "Friedrich Wolf" Karl-Marx-Stadt (Ärztlicher Direktor: OMR Doz. Dr. med. Dr. sc. techn. W. Grohmann) 40 Jahre Kortisontherapie mit der wechselvollen Geschichte von "Glanz und Elend" dieser Medikamentengruppe zeigt daß es Jahrzehnte dauern kann bis der Stellenwert eines neuen Arzneimittels geklärt ist (11 ). So haben die Glukokortikoide die gleiche Pharmakodynamik aber eine unterschiedliche Pharmakokinetik. Sie sind prinzipiell austauschbar: Die Wahl eines bestimmten Präparates kann vorteilhaft sein. Seit dem 2. Symposium für klinische Endokrinologie wo wir einige neue Gesichtspunkte zur Glukokortikoidtherapie nichtendokriner Erkrankungen darlegen konnten (2) hat sich eine Fülle neuer Erkenntnisse ergeben (8 10) welche nur zum Teil und hierbei unter Bevorzugung der Praxisrelevanz referiert werden können während rein theoretische Aspekte zurücktreten müssen (14). Die therapeutischen Möglichkeiten wurden durch den differenzierten Einsatz der Glukokortikoide veränderte Therapieformen und neue Präparate mit hoher topischer Aktivität verbessert. 1. Differenzierte Therapie 1.1. Methylprednisolon (Metypred(r)) hat gewisse Vorteile gegenüber Prednisolon welche bei hochdosierter Langzeittherapie z. B. zur Immunsuppression von Bedeutung sind: bessere Magenverträglichkeit keine natriumretinierende Wirkung (daher weniger Ödeme und geringeres Hypertonierisiko) dosiswirkungsbezogen stärker antiphlogistisch wirksam (Cushingschwellendosis dagegen gleich). 1.2 Dexamethason hat sich in der Behandlung des Hirnödems durchgesetzt da es möglicherweise schneller und in relativ höherer Konzentration die Blut-Hirn-Schranke passiert (8 13). Eine gesicherte Indikation besteht nur beim Schädel-Hirn-Trauma und - besonders eindrucksvoll - beim Hirntumor Metastasen oder Abszeß (11 ). Der Wirkungsmechanismus ist komplex und noch nicht umfassend geklärt: Gefäßabdichtung Verminderung der Liquorproduktion Verbesserung des Liquorabflusses Eingriff in den zentralen Elektrolythaushalt sowie Zellstoffwechsel spielen eine Rolle. 1.3. Hydrokortison (Kortisol) wurde zunächst in England unlängst auch in der DDR (6) kurzfristig in der Initialtherapie beim Status asthmatikus propagiert. Die kurze Wirkung und damit hervorragende Steuerbarkeit sowie die geringe Hemmwirkung auf den adrenalen Regelkreis in Verbindung mit der Natriumretention (bei bestehender Exsikkose) werden als vorteilhaft angesehen während die Auswirkungen auf den Elektrolyt-Wasser-Haushalt seine Anwendung in der Langzeittherapie verbieten. Am 3. Tag ist der Übergang auf orales Prednisolon vorzunehmen (6 7 8). 1.4. Die 9-alpha-fluorierten Derivate Triamcinolon Dexamethason und Betamethason sind wegen ihrer stärkeren Stoffwechselwirkung in der Regel für die Langzeitbehandlung beispielsweise beim Asthma bronchiale nicht geeignet. ... wt


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