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October 2021

Die Bewegungen des Menschen als Brücke zwischen Seele und Umwelt* - 89. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation; 11. bis 13. Oktober 1984 Gießen

Journal/Book: Z. Phys. Med. Baln. Med. Klim. 15 (1986) 38 - 47. 1986;

Abstract: PD Dr. med. E. Senn Universitätsspital Zürich Institut für phys. Therapie Zürich *Vortrag anläßlich der Einweihung der Abteilung für Physikalische Medizin und medizinische Rehabilitation am Städtischen Krankenhaus Bogenhausen in München am 31. 7. 1984. Zusammenfassung Eine Vielzahl verschiedenartigster Gründe führen zu Bewegungsstörungen; die Ursachen liegen nicht nur innerhalb des peripheren Bewegungsapparates und Zentralnervensystems sondern auch im psychischen Bereich. Das Bewegungsverhalten des Menschen ist immer ein Abbild der Gesamtpersönlichkeit und damit gleichzeitig auch ein nur teilweise kontrollierbares Ausdruckmittel der Seele. Auch hinter der einfachsten Handlung steckt die durch das Zentralnervensystem zumeist vollendet gelöste Organisationsaufgabe alle nervösen und mechanischen Einzelelemente der Haltung und Bewegung zu einem sinnvollen zweckgerichteten und harmonischen Ganzen zusammenzufügen. Die notwendige Kraft für diese Organisationsleistung ist seelischer Natur. Für die Suche nach dem Wesen und den Quellen der anthropologischen Aspekte im Bewegungsbild der Menschen bieten sich drei verschiedene Wege an: 1. Die Bewegungsmöglichkeiten des Menschen werden als ein vorläufiger Abschluß einer stufenweisen Entwicklung der Senso-Motorik vom Einfachen Gegenständlichen und Reflexhaftem zum Komplexen Abstrakten und Vorausschauend-Planenden verstanden. Das konkrete Ergreifen ist die Voraussetzung für das Begreifen. Diese Entwicklung der Senso-Motorik in Stufen charakterisiert nicht nur die Evolution des Tierreiches sondern wird auch von jedem einzelnen Menschen während seiner Reifung und während notwendig gewordenen Rehabilitationsprozessen motorischer Störungen durchschritten. 2. Die Möglichkeiten zur handelnden Erfassung und Gestaltung der Umwelt haben während der Entwicklung zum werdenden Menschen durch die Befreiung der ursprünglich gebliebenen Hände von Stützaufgaben sprunghaft zugenommen. Der Informationsdruck aus der primär umgreifenden und sekundär begreifenden Hand zwang das Gehirn zu einer Neuorganisation und in der Folge zu einer Volumenzunahme. 3. Der Mensch mit dem neuorganisierten und größer gewordenen Gehirn vermag sich nicht mehr nur als Antwort auf Reize Signale resp. Umweltsituationen zu bewegen sondern auch und wesentlich aufgrund von orstellungskräften deren Wurzeln tief in die inneren Seelenwelten des Individuums hinunterreichen. Die vorliegende Betrachtung über die menschlichen Bewegungen zeigt daß jeder Bewegungstherapeut das Animale der Funktionsweise der Motorik zu berücksichtigen das Anthropologische aber anzustreben hat. Dazu braucht es nicht nur ein enormes Wissen sondern auch die Gabe über das Menschliche der Bewegungen als Brücke zwischen Seele und Umwelt nachzudenken. hl


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