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October 2021

Ergebnisse frühfunktioneller Nachbehandlung nukleotomierter Patienten in Form eines gezielten Terraintrainings (Skilanglauf)

Journal/Book: Z. Phys. Med. Baln. Med. Klim. 15 (1986) S. 293-294. 1986;

Abstract: Fachklinik Enzensberg Hopfen am See Fachklinik für Erkrankung des Bewegungsapparates/Physikalische Medizin Problemstellung Ein Angebot rückengerechter sportlicher Betätigung fehlt im allgemeinen dem bewegungsengagierten frisch bandscheibenoperierten Patienten. Eine richtig durchgeführte sportliche Tätigkeit stellt hingegen eine ideale Prophylaxe gegen eine wiederkehrende Erkrankung im Bereich der Bandscheiben dar. In Kenntnis der neurophysiologischen Vorgänge am operierten Segment sowie in Kenntnis der sehr unterschiedlichen Auffassungen beispielsweise der zuweisenden Kliniken bezüglich der Nachbehandlung frisch bandscheibenoperierter Patienten sind in unserem Haus bisher mit einer relativ früh einsetzenden dynamisch-mobilisierenden krankengymnastischen Therapie positive Erfahrungen gemacht worden. Um auch eine weitere prospektive Wirksamkeit bezüglich der Gesunderhaltung des Patienten langfristig zu erreichen stellte sich für uns das Problem möglichst eine Breitensportart zu finden in ihrer Technik abzuwandeln und dem Patienten im Hinblick auf einen rückengerechten Bewegungsablauf entsprechend zu vermitteln. Dies ist exemplarisch nicht zuletzt aufgrund der geographischen Lage der Fachklinik Enzensberg am Beispiel des Skilanglaufes geschehen. Methodik Es wurden innerhalb einer Pilotstudie im Verlauf von etwa 3 Monaten aus insgesamt 48 Patienten zwei Übungsgruppen gebildet. Gruppe 1 bestehend aus Patienten durchschnittlich in der 5. postoperativen Woche nach Nucleotomie in einem Wirbelsäulensegment Gruppe II Patienten mit chronischen Wirbelsäulenbeschwerden vornehmlich aufgrund degenerativer Veränderungen. Nach einem speziellen Vorübungsprogramm und einem modifizierten Skilanglaufübungsprogramm wurden insgesamt 438 Therapieeinheiten verabreicht. Vor Beginn der Bewegungstherapie und am Ende wurde bei jedem Patienten eine ärztliche Untersuchung durchgeführt die im wesentlichen auf die Kriterien Schobersches Zeichen Laseguesches Zeichen motorische Ausfälle Reflexausfälle sensible Ausfälle FBA und Rotationsbeweglichkeit der Schulter gegen das fixierte Becken einging. Vor und nach jeder einzelnen Therapieeinheit gab der Patient sein subjektives Schmerzbefinden auf einem Fragebogen mit offener Skala an. Dieses Programm wurde durchschnittlich 4 Wochen durchgeführt alle Daten sind EDV-mäßig aufbereitet und ausgewertet worden. Ergebnisse 1. Die Gruppe der frischoperierten Patienten (GI) hat das Geländeübungsprogramm besser vertragen als das Vorübungsprogramm in der Halle. Nach Laufleistungen bis zu 7 km pro Übungseinheit im Gelände ergab sich nach der Belastung eine durchschnittlich höhere Schmerzfreiheit als vor der Belastung. Ähnliches gilt für die Gruppe der Patienten mit chronisch-degenerativen Wirbelsäulenbeschwerden (GII) jedoch in deutlich geringerem Ausmaß. 2. Die erhobenen ärztlichen Eingangsuntersuchungskriterien (siehe Methodik) lassen nur eine sehr geringe Vorhersage für das spätere Schmerzverhalten in den Übungsgruppen zu. Insgesamt ergab sich eine Verbesserung der objektiven Daten bei Schoberschem Zeichen Lasegueschem Zeichen und der Rotationsbeweglichkeit. Schlußfolgerung Eine frühe dynamisch-mobilisierende Übungstherapie für frisch bandscheibenoperierte Patienten wie sie hier in Form des Skilanglaufes durchgeführt wurde führt zu keinen negativen Auswirkungen bezüglich des Schmerzverhaltens sowie zu keiner Gefährdung des Operationsergebnisses. Eine entsprechende Nachbefragung der Patienten nach Ablauf von 4-6 Monaten wurde durchgeführt. Die Patienten gewinnen Vertrauen zu ihrer Belastungsfähigkeit und erfahren neue Dimensionen ihrer Bewegungsmöglichkeit. ___MH


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